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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 7-8 (1871) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
7-8 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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103 vorgebracht hat und beim Dasein erhält. Was dieses Wesen außer sich nicht erschaffen hat, kann nicht vorhanden sein, und was nicht von seiner unendlichen Güte erhalten wird, kann nicht einen Augenblick bestehn. Dieser Gott allein ist ein selbstständiges, unabhängiges Wesen, das zu seinem Dasein keines anderen Dinges bedarf, alle übrigen Wesen aber sind abhängig von ihm und seinen göttlichen Eigenschaften. 2. Einheit. Ich erkenne für wahr und gewiß, daß dieser Gott der Schöpfer und Erhalter aller Dinge ein einfaches, einiges und einziges Wesen sei; einfach, ohne Theile und Glieder; einig, von welchem keine Vielheit sich denken läßt, und einzig, dem kein anderes Wesen außer ihm gleichen kann. „Höre Israel! der Ewige, unser Gott, ist ein einziges ewiges Wesen!" 3. Geistigkeit. Ich erkenne für wahr und gewiß, daß dieses selbstständige und einige Wesen ein Gott sei, das ist ein unkörperlichcs Wesen, dem keine Eigenschaft, Zufälligkeit und Beschaffenheit der Materie zukommen kann. 4. Ewigkeit. Ich erkenne für wahr und gewiß, daß dieses selbstständige, einige und geistige Wesen ewig sei, das ist, von Ewigkeit her dagewesen und in Ewigkeit sein wird, und daß sein Nichtsein oder Aufhören unmöglich und undenkbar sei. 5. Anbetung. Ich erkenne für wahr und gewiß, daß wir verbunden sind, diesen einigen Gott allein und kein anderes Wesen außer ihm anzubeten, das ist, seine unendliche Größe, Güte und Barmherzigkeit von allen unseren Kräften anzuerkennen, unser zeitliches und ewiges Wohl einzig und allein von ihm zu erwarten und ihn allein und kein anderes Wesen außer ihm darum anzuflehn und in der Roth anzurufen. 6. Eingebung. Ich erkenne für wahr und gewiß, daß Gott einigen Menschen, die ihm Wohlgefallen, die Gabe der

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