Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 27 (1871)
- Issue
- 7-8 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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10! Am Kreuzes stamme Geblutet hat zu Tod; Dem Fürsten, der so schmerzlich fühlte, Als meine Sünde sein Herz durchwühlte; Dem geb' ich heute Mein Herz auf's Neue hin Zu seiner Beute Und gänzlichem Gewinn, Mit mir zu thun, was ihm beliebet; Von mir zu nehmen, was ihn betrübet. Ich bin sehr schwächlich, Das weiß mein Heiland wohl, Und sehr gebrechlich Zu dem, was ich sein soll; Drum muß mein Arzt und Priester eilen Und alle meine Gebrechen heilen. In seinem Blute Wäscht er die Flecken aus, Das mir zu Gute Floß aus den Wunden 'raus; Es ist sein tägliches Bemühen, Seelen zu reinigen und zu erziehen. Du gute Liebe! Wenn ich gedenke dran, Wie deine Triebe Mich von der Sündenbahn So zärtlich haben zu dir gezogen, Unv wie dein Blut mein Herz überwogen: So sink' ich nieder Und bin erstaunensvoll, Erhol' mich wieder ' Und sage: ist es wohl Auch möglich Sünder so zu lieben, Die dir gemachet so viel Betrüben?