Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 27 (1871)
- Issue
- 7-8 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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100 ihnen zu beweisen sucht, daß JesuS von Nazareth der verheißene MelsiaS sei. Doch darf man sich dazu der Sprüche aus dem A. T., welche von den christlichen Schriftauslegern zum Beweise dieser Wahrheit angeführt werden, nicht bedienen, weil die Rabbinen in. ihren Randgloffen ganz andere Auslegungen davon machen, welchen die Juden durchgängig gleiche Autheyticitäl mit dem Terte zuschreiben. Am Wenigsten aber wollen sie von der Versöhnung durch das Blut Jesu Christi hören und von der Gottheit desselben; das letztere wissen sie mit dem Gebote Gottes nicht zu reimen: .Höre Israel, der Herr, dein Gott ist ein einiger Gott." Die heutige jüdische Religion, wie schon oben angedeutet, bewegt sich ungefähr in dem Kreise derselben Vorstellungen; aber die Bewegung, welche das Culmrinteresse innerhalb des Judenthums hervorgemfen hat, raubt den Meisten ein Stück nach dem andern auch von dieser kleinen Zahl religiöser Grundanschauungen. Das eigentlich Einigende scheint immer mehr nur noch der Gedanke bleiben zu sollen, daß die Juden selbst der Hauptinhalt des Judenthums seien; die Fortexistenz als eigener Stamm oder als besonderes Geschlecht ist in der That für immer wachsende Schaaren von Juden der Kern und Stern ihrer Religion. Ein Lied von Esther Grünbeck. Esther Grünbeck, Tochter einer Proselyten-Familie und Ehefrau deö herrnhutischen Predigers und Proselyten David Kirchhof, zählt unter die besonders hervorragenden Frauen aus der früheren Zeit der Brüdergemeinde. Sie ist die Dichterin manches innigen Liedes, das noch heute in ihrer Gemeinde fortlebt. In weiteren Kreisen aber ist das folgende bekannt gewordene, welches ja auch in die Gesangbücher der evangelischen Kirche übergegangen ist. - Mel.: Nun preiset Alle. Dem blutgen Lamme, Das sich für meine Roth