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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 5-6 (1871) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
5-6 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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92 Israel? so antwortete er nicht: auf ein solches Reich dürft ihr nicht mehr warten, sondern er sagt: es gebühret euch nicht zu wissen die Zeit und. Stunde, welche der Vater seiner Macht Vorbehalten hat. Er setzt also* fest, daß er das Reich dem Volke Israel aufrichten werde, aber die Zeit könne er ihnen nicht sagen. — Und Petrus sagt ausdrücklich: ES wird kommen die Zeit der Erquickung von dem. Angesichte des Herrn, wenn er senden wird Jesum Christum, welcher den Himmel einnehmen muß bis auf die Zeit, da herwiedergebracht werde Alles, was Gott geredet hat durch den Mund aller seiner Propheten von der Welt an. Ein Jude machte mir dabei die Einwendung: Wir halten ja nichts von Jesu, wir hassen ihn ja, wie sollte der das Alles an uns thun? Ich antwortete: Jesus wird es machen wie Joseph. Josephs Brüder hatten ihn verrathen und verkauft, er aber that ihnen alles Gute. So wird Jesus euch alles Gute thun, ob ihr ihn gleich jetzt nicht lieb habt. Darüber wurden sie sehr bewegt. Ein anderer Jude, der die Sache wohl begriffen hatte, sagte zu vielen Anderen: Der hat einen solchen Mittelweg zwischen Juden und Christen. Erst redet er wie ein Jude und spricht: Der Messias werde kommen und uns aus der Gefangenschaft erlösen; dann aber spricht er: Der Messias ist schon einmal gekommen, und das ist Jesus, der wird es thun. Damit will er thun, daß der Jude soll langsam ein Goi (Nichtjude, Angehöriger eines anderen Volkes) werden. Es gehört zu der Methode mit den Juden recht umzugehen: 3) Daß man ihnen einräume, daß»ste ihr Gesetz behalten können, wenn sie an Jesum gläubig werden; das nimmt vielen Anstoß bei ibnen hinweg. Die Juden glauben, Jesus könne der Messias nicht sein, weil er das Gesetz verändert und aufgehoben habe, welches ihnen doch von Gott selbst gegeben wurde. Die Sache aber verhält sich so: Jesus hat nirgends gelehrt, daß das Gesetz bei den Juden aufgehoben sei. Die Heiden aber sind nicht an das Gesetz gebunden, weil ihnen solches nicht gegeben ward und also auch nicht auszuerlegen ist. Unsere ersten Brüder, welche lauter Juden waren, haben das Gesetz Mosis beibehalten,

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