Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 27 (1871)
- Issue
- 3-4 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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40 andern Völker haben nur kirchengeschichtlichen Bemf, Israel ist das Volk des heilsgeschichtlichen Berufs. Darum theilt die Schrift die Menschheit ein in Israel und die Völker — eine Eintheilung, die außerdem wegen der Ungleichheit der beiden Hälften die wunderlichste von der Welt wäre. Ist es aber daS Volk des beilsgeschichtlichen Berufs, das sich bekehrt, so wird dieseThatsache Folgen haben nicht bloß für die Kirchengeschichte, sondern die Heilögeschichte, welche seit dem Schluß der apostolischen Zeit stille steht, wird einen Schritt vorwärts thun. Die Erfüllung der neutestamentlichen Weissagungen wird beginnen und sich anschließen an die Hellsgeschichte, deren Bericht im Neuen Testamente niedergelegt ist. Welcher Art nun dieser Fortschritt sein werde, deutet der Apostel nur an, weil dies auszuführen nicht zu seiner Aufgabe gehört, die er sich hier gestellt hatte. Aber es wird seine Meinung aus der kurzen Andeutung erkannt werden können: „Wenn aber ihr Fall einer Welt Reichthum — heißt es V. 12 und 15 — und ihre Minderung Heiden ein Reichthum, wie viel mehr ihr Vollbestand? Denn wenn ihre Wegwerfung einer Welt Versöhnung, was ihreAnnahme, wenn nicht Leben von Todten?" Der Gedanke ist im allgemeinen offenbar; wenn schon ihr Fall der Welt zum Segen gereicht hat, wie viel mehr wird ihre Bekehrung und Wiederannahme von Seiten Gottes zum Segen gereichen. Es ist eine Steigerung. Der zweite Segen muß ein größerer, reicherer sein als der erste. Der erste Segen wird bezeichnet als Versöhnung. Das ist die Gnadengemeinschast, deren wir uns jetzt erfreuen. Was wird, was kann das Höhere, Neue sein? Gewiß nicht bloß surruvum gaudium (Orot.), Heilszustand überhaupt. So deutet man's gewöhnlich. Selbst Eschakologen, wie Bengel, Hebart und Auberlen, nennen die zwhi Stücke: die Bekehrung der ganzen Menschheit und charismatische Belebung der Kirche, Geistesgaben wie in der apostolischen Zeit — so führt es Auberlen aus — werden ausgegossen werden; eine Zeit der Liturgie wird es dann sein; während jetzt der Predigt; die Heiden werden kommen, mit Lust; Friede wird herrschen auf Erden, auch in der Thierwelt (vergl. Jes. 11,11 f. u. ähnl.); der Tod wird machtloser sein, das Leben wieder langdauernd wie in der Urzeit, Hundertjährige werden Knaben heißen u. s. w. Das ist das