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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 3-4 (1871) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
3-4 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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37 wirken. Diese Wirkung wird unüberwindlich sein. — Hierdurch nun entscheidet sich die Frage, ob eine allmähliche Bekehrung Israels im Laufe der Geschichte der Heidenkirche vom Apostel geweiffagt sei, oder eine solche, die am Ende geschehen wird. Offenbar die letztere. Es muß den Heiden das Heil zu Theil geworden sein. So lange geschieht nur, was Paulus V. 14 sagt, daß „Etliche" sich retten lassen, während im Ganzen die Zeit der Verstockung V. 25 noch fortdauert. Aus dem Gesagten erhellt auch, daß die viel verbreitete Ansicht falsch ist, als werde Israel durch die Wiederkunft des Herrn und bei derselben bekehrt werden. Vorher wird eS geschehen. In Israels Bekehrung ist die Voraussetzung und Bedingung der Wiederkunft des Herrn, wie dieS Petrus Apg. 3, 19—21 ausdrücklich ausspricht. Israel muß bereit sein den Wiederkommenden zu begrüßen als seinen verheißenen König. Wenn hier die Bekehrung der Heiden als das Mittel genannt wird, welches Israel zur Erkenntniß bringen soll, so ist damit natürlich das andere, was ja schriftgemäß ist, nicht ausgeschlossen, daß die Leiden seiner römischen Gefängniß, wie es Luther nennt, dazu dienen sollen daS felsenharte Herz dieses Volkes weich zu machen. — Im Bisherigen ist bereits die Antwort auf die nächste Frage nach dem Wann? enthalten. 4. Das Volk Israel wird sich bekehren, wenn die Gesammtheit der Heidenvölker christlich geworden sein wird. Israels Fall ist nach V.12 einer Welt Reichthum, also muß er einer Welt d. h. nicht bloß vielen, sondern der ganzen Welt zu Gute kommen, zu Gute gekommen sein, ehe Israels Wiederannahme ihr — in anderer Weise — zu Gute kommt. Dies ist noch bestimmter ausgesprochen V. 25: die theilweise Verstockung Israels soll währen, bis (nicht während) die Fülle der Heiden eingegangen sein wird. Die Fülle ist, wie wir oben sahen, die Vollzahl, also die Gesammtheit. Nicht darf man eS so verstehen, als sei nur von einer bestimmten, beschränkten Zahl Einzelner die Rede, die voll werden müsse, ehe Israel sich bekehrt (so Olshausen); denn es ist nicht von Einzelnen die Rede, sondern von der Heidenwelt. Die Gesammrheit der Heidenvölker — so viele ihrer nämlich bestimmt sind daö Ende zu erleben und nicht vorher wegsterben, wie z. B. die Indianer Nordamerikas — soll christlich werden. So lange es also noch Raum gibt für Heidenmission, so lange noch

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