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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 3-4 (1871) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
3-4 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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34 denn Israel ist doch das von Gott zuvor erkannte Volk Gottes V. 2, westhalb dieser sich denn auch einen Rest darin bewahrt hat, wie zu des Elias Zeiten V. .3 —10. So ist es denn jetzt nicht gestrauchelt, damit es falle; sondern sein Fall dient nur dazu, den Heiden das Heil zu vermitteln, damit'deren Bekehrung wiederum Israel reize V. 11. So soll es also dereinst noch in seiner Fülle des Heils theilhastig werden V. 12, und dies segensreiche Folgen haben V. 15. Denn da Gott sich das Volk in seinen Anfängen zu eigen erwählt hat, so auch für seine ganze Zukunft V. 16. Es bleibt die Grundlage der Gotresgemeinde V. 17, und kann wohl auch in der Zukunft aus der gegenwärtigen Abscheidung von Gott durch dessen Wirkung wieder;u seiner Gemeinschaft zurückgebracht werden V. 23. 24. So sollen also die Heidenchristen dies Geheimniß wissen, daß Verstockung Israel widerfahren ist nur theilweise und zeitweise; denn sie soll währen nur bis dahin, daß die Fülle der Heiden eingegangen sein wird V. 25, so daß dann nicht mehr bloß einzelne Israeliten sich retten lassen wie jetzt (V. 14), sondern ganz Israel gerettet wird und damit die alttestamenlliche Verheißung in Betreff Israels sich erfüllt V. 26. 27. Demnach haben wir über Israels Gegenwart und Zukunft so zu urtheilen: sofern Gott ihre Stellung zum Evangelium ansieht, ist er ihnen feind: sofern er seiner Erwählung gedenkt, hat er sie noch immer lieb V. 28, denn er nimmt die Gnade ihrer Erwählung nicht zurück V. 29. So wird denn auch noch der Gnadenwille Gottes an ihnen zur Verwirklichung kommen. Denn wie jetzt ihr Ungehorsam dazu dienen muß, daß das Heil, durch den Uebergang des Evangeliums von Israel auf den Boden derVölkerwelt „den Heiden zuTheil werde" V. 30, so wird die Gnadenerfahrung, deren die Heidenchristen jetzt theilhaftig werden, indem sie Israel reizt/ dazu dienen, daß dieses die gleiche Erfahrung noch machen wird V. 31. So steht wohl auf Seiten der Menschen, in den beiden Menschheitshälften, Ungehorsam, — aber auf Seiten Gottes Erbarmen, und zwar gegen beide Menschheitshälften, und dieses triurnphirt V. 32. Dieser wunderbare Weg der Weisheit Gottes, auf welchem seine Gnade einhergeht, ist der Grund des Preises, mit dem der Apostel schließt Diese Uebersicht des Gedankengangs zeigt unwidersprechlich, daß

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