Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 27 (1871)
- Issue
- 3-4 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Emeth Stimme» der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. In Verbindung mit I. de le Roi, herausgegeben ^on Hartma««. M 3 II. 4. 1871. 27. Jahrgang. Die bleibende Bedeutung Israels. (Schluß.) Der dritte Theil des Römerbriefs, K. 9—11, beschäftigt stch mit diesem Problem der Verwerfung Israels, des erwählten Volks. Man kann ihn eine Theodicee nach dieser Seite hin nennen. Der Schluß ist der Lobpreis der in der Geschichte wunderbar waltenden Weisheit Gottes 11, 33—36. Nachdem er seinen unendlich tiefen Schmerz über die Verwerfung seines Volks ausgesprochen und begründet mit den göttlich geschenkten Gnaden desselben, von welchen die größte die Herkunft Christi aus demselben ist, „der da ist (ein Herr) über Alles, Gott gepriesen in Ewigkeit," 9, 1 — 5, rechtfertigt er nun Gott mit dem Nachweis, wie diese Verwerfung Israels weder wider Gottes Wahrhaftigkeit 9, 6—13, noch wider Gottes Gerechrigkeit sei 9, 14—29: sondern die Thatsache, daß die Heiden die Glaubensgerechtigkeit erlangten, Israel dagegen nicht 9, 30 — 33 ihren Grund darin habe, daß Israel die Gerechtigkeit nicht auf dem Wege der göttlichen Gnadenverleihung und der menschlichen Glaubensannahme sich habe schenken lassen wollen 10, 1 — 21. Aber damit ist Israel nicht für immer verstoßen: so geht er nun im 11. Kap. weiter. Ein Gegenbeweis ist er selbst V. 1, der ja ein Zsraelite und der Apostel der Heiden (vergl. den Anfang des Briefs), durch welchen also Israels heilsgeschichtlicher Missionsberuf stch fortsetzt, so daß derselbe nicht verloren ist. Auch wäre das gar nicht möglich, 3