Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 26 (1870)
- Issue
- 12 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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190 denn nicht auch Götzendiener gewesen und nachdem wir an die Thüre Gottes, des Heiligen, gekommen, hat er uns angenommen. Sofort schämen sich alle Frevler vor der Bekehrung der Nichtjuden und es beginnt das Gericht. Sie gehen aus der Welt, wie es heißt (Jerem. 10, 8): Und durch eines werden sie (die Götzendiener) dumm und thöricht, es ist Holz. Daher sagt Sach. 10, 8: Frohlocke und freue dich! — Nach einer andern Seite hin endlich zeigt sich der Unterschied zwischen der Talmudhagada und der Darstellung bei Matthäus darin, daß letztere doch um vieles einfacher, klarer, tiefer, wir möchten sagen ethischer angelegt ist als jene. Die ganze Anschauung ist hier reiner und göttlicher, dort herrscht mehr Verworrenheit und Unklarheit, man erkennt fofort den Parteistandpunkt. Trotz der mannigfachen Übereinstimmung zwischen beiden Darstellungen also findet sich doch auch viel Verschiedenes. Die Wahrheit ruht in der Darstellung bei Matthäus. Und wie könnte es auch anders sein: Christus ist ja die Wahrheit, wie er selbst sagt (Joh. 14, 6): Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Dr. August Wünsche.