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Dibre Emeth · 1870-01-01 · 12 (1870) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
26 (1870)
Issue
12 (1870)
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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189 reines und Sündliches an mir? Es laust diese Anschauung der Hagada aber auch den Aussprüchen des Men Testamentes schnurstracks zuwider. Wir erinnern nur an Stellen wie Gen. 8, 21: Das Dichten und Trachten u. s. w., Hiob 14, 4: Wer will einen Reinen finden, da keiner rein ist? Ps. 19, 13: Wer kann merken, wie oft er fehlet? Ps. 130, 3: So du willst Sünde zurechne», wer wird bestehen? Ps. 143, 2: Vor dir ist kein Lebendiger gerecht; Prov. 20, 9: Wer kann sagen: ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner Sünde? — Doch diese Arroganz der Juden bezüglich der Sündlofigkeit am allgemeinen Vergeltungstage tritt uns nicht blos in der aufgeführten Talmudhagada vor Augen, wir stoßen auch sonst im Talmud und andern alten jüdischen Werken auf sie. Aus letzteren verweisen wir nur aus Pesikta rabbati sol. 61, col. 4 zu Sach. 10, 8: Frohlocke und freue dich, Tochter Zion! K. Chananja Bar Pappa hat gesagt: Die Schrift redet (Sach. 10, 8) von nichts anderem als von derjenigen Zeit, in welcher Gott, der Heilige, geb. s. er, alle Völker der Welt am Vergellungsrage richten wird. Zur selben Zeit wirb Gott, der Heilige, geb. s. er, alle Nichtjudcn, welche in dieser Welt zum jüdischen Glauben sich bekehrt haben, herbeiführen und alle Völker vor ihnen richten. Er wird zu ihnen sagen: Warum habt ihr mich verlassen und habt Götzendienst getrieben, an dem doch nichts Reales (Substantielles, Gehaltvolles) ist? Da werden sie zu ihm sagen: Herr der Welt! wenn wir an deine Thür gekommen wären, so hättest du uns nicht angenommen. Darauf Gott, der Heilige, zu ihnen: Die Nichtjuden, welche von uns auch den jüdischen Glauben angenommen, werden kommen und wider euch zeugen. Sofort bringt Gott, der Heilige, geb. s. er, alle Nichljuden, welche sich zum jüdischen Glauben bekehrt, herbei und sie werden jene richten und vor ihnen sagen: Warum habt ihr ihn (Gott) gelassen und habt Götzendienst getrieben, da doch nichts Reales an ihm ist? Darauf sie vor Gott, dem Heiligen: Herr der Welt! Ist nicht Jelhro ein Priester des Götzendienstes gewesen? Nachdem er zur Thüre Gottes deö Heiligen gekommen, hat er ihn angenommen, sind wir

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