Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 26 (1870)
- Issue
- 12 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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181 sagt: Aus ihnen wird gefolgert, daß Gott, der Heilige, geh. s. er, über jedes Volk und jede Zunge das Gesetz habe ergehen lassen, sie aber haben es nicht angenommen/) bis es zu den Israeliten kam, welche es annahmen. Daher werden sie sagen: Haben wir das Gesetz angenommen und haben es nicht gehalten? (d. i. haben wir etwa so gefrevelt, wie die Israeliten, welche das Gesetz zwar annahmen, es aber dann doch nicht hielten?) Wenn sie so sagen wollten, würden sie ihre Schuld dadurch nur noch vermehren. Warum haben sie das Gesetz nicht angenommen? Daher werden sie sagen vor ihm: Herr der Welten! Hast du den Berg (Sinai) über uns gehoben gleich einem Fasse, da wir das Gesetz nicht annehmen wollten? (d. i. drohtest du uns mit dem Berge so, wie du Israel mit ihm drohtest?) Solches thatest du aber Israel. (Hättest du uns so gedrohet, so hätten wir das Gesetz auch angenommen), denn es heißt Ex. 19, 17: Sie stellten sich unter den Berg.— R. Dimi, der Sohn Chama's sagt: Daraus lernen wir, daß Gott, der Heilige, geb. s. er, den Berg (Sinai) wie ein Faß über Israel gehoben und zu ihnen gesagt habe: Wenn ihr das Gesetz annehmet, so ist es gut, wenn nicht, so sei allda (unter diesem Berge) euer Grab.?) Sofort spricht Gott, der Heilige, geb. s. er, zu ihnen: Sie mögen uns die früheren (Gebote) hören lassen, wie es heißt (Jes. 43, 9): Und früheres mögen sie hören lassen. Die sieben Gebote (des Noa), die ihr angenommen habt, wie habt ihr sie gehalten?») Woher x) Nach dieser Talmudhagada hat Gott die Thora allen Völkern der Erde angeboten, sie aber haben dieselbe nicht angenommen, endlich wurde sie auch den Israeliten angeboten, die sie bei sich anfnahmen und sie zu halten gelobten. 2) Aus dem Gesagten geht hervor, daß auch Israel das Gesetz nicht freiwillig annahm, sondern aus Furcht und Schrecken, um nicht unter dem Berge begraben zu werden. Darauf spielt Tract. Schabbat Fol. 68»• an, wenn R. Acha, Sohn Jakob's, sagt: Nn"Yli6 N31 Njniö JK3Ö, daher giebt es ein Schuldbekenntniß für das Gesetz. R. Acha aber, diesen Einwand zu Nichte machend, entgegnet: :3'N31 tyTWnX '»'3 JTtap Hin 1)1 Wp, Trotzdem hat es (das Gesetz) das Zeitalter des Ahasverus angenommen, wie es Esther 9 heißt: Die Inden haben es bestätigt und angenommen. Sie haben bestätigt, was sie bereits längst angenommen. 3) Die sieben Gebote, welche Gott nach der Meinung der Rabbinen Noa