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Dibre Emeth · 1870-01-01 · 9-11 (1870) · page 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
26 (1870)
Issue
9-11 (1870)
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 46)
Language
German
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174 Hast du ein Scherflein übrig Freund, So leg's für Jacobs Hoffnung ein; Doch hast du nur Gebet, so töne Es auf zum Herrn für Jacobs Söhne. Und die Missionsbüchse war nicht leer — und, liebe Brüder, ruft auch Ihr den Freunden Israels dieses Verslein zu; ich hoffe, daß die Liebe für Israel wachsen und das Werk vorwärts gehen wird. Ein jüdischer Kaufmann in London. (Aus dem Children’s Jewish Advoeate.) Wir wollen die Bekehrung eines achtbaren jüdischen Kaufmannes erzählen, welcher ein Kirchvorsteher seiner Gemeinde ist, und unter dessen Dach wir brüderliche Gastfreundschaft genossen, als er das Folgende uns erzählte. „Eines Tages machte ich einen Besuch bei einer jüdischen Familie. Während desselben trat ein Missionar in das Haus und sprach mit uns über die christliche Religion. Alle hörten ihm zu und entgegneten ihm nichts; kaum aber hatte er das Zimmer verlaffen, als sie über seine Unterhaltung lachten und ihn einen Verrückten nannten. Ich verwies ihnen dieses ihr Benehmen und sagte ihnen, daß der Mann offenbar in hohem Ernst gesprochen hätte. Hernach begegnete ich dem Missionar und theilte ihm mit, was geschehen wäre, nachdem er das Haus verlassen hätte, und riech ihm daselbst nicht wieder einen Besuch zu machen. „Darf ich Sie besuchen und wollen Sie mir sagen, wo Sie wohnen?" entgegnet« der Missionar. Ich erwiederte; „Ich habe keine Zeit mich in Unterhaltungen über derlei Gegenstände einzulassen, und deßhalb werde ich ihnen auch nicht sagen, wo ich wohne." Nichts desto weniger fand der Missionar mein Haus, besuchte mich, sprach mit mir und gab-mir einen Traktat. Ich dankte ihm und legte den Traktat auf ein Bücherbrett. Er besuchte mich ein zweites Mal, und ließ wiederum einen Traktat zurück, den ich an den Ort des ersten legte. So besuchte der Missionar mich 7 Jahre lang und hinterließ jeoesmal einen Traktat. Sie wurden alle an derselben Stelle aufeinander gelegt, ohne daß ich je irgend einen derselben auch nur ansah.

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