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Dibre Emeth · 1870-01-01 · 9-11 (1870) · page 45

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
26 (1870)
Issue
9-11 (1870)
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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173 da, aber in den letzten 7 Jahren ist es ganz merkwürdig vorwärts gegangen, und Gott sei dafür gepriesen. Vor 7 Jahren nämlich vereinigten sich die wenigen Freunde Israels zu einem Central-Comitö, in der Absicht, das Interesse der Freunde der Heidenmisston auch für die Mission unter Israel zu erwecken. Zu diesem Zwecke haben wir ein Misstonsblatt herausgegeben, und ringsum in das Land an jeden Pfarrer und jeden Missions- Verein Circulare gesandt, in welchen die Sache der Mission unter Israel den Lesern recht dringend an das Herz gelegt wurde. Dazu habe ich durch Gottes Gnade das Land zum größten Theile durchreisen können und den Leuten gesagt: „Wir müssen auch für Israel mitbcten und arbeiten." Dann anlwortelen die Leute fast überall: Ach ja, eS ist wunderbar, daß wir daran nicht gedacht haben und nicht erinnert worden sind. Norwegen war (außer Spanien) das letzte Land, welches die Thür für Israel «öffnete; vor etwa 15 Jahren war es den Juden noch nicht erlaubt nach Norwegen zu kommen; jetzt ist es der Fall, und unsere Missionsfreunde lieben Israel. Es sind aber bei uns die Laien in dieser Sache vorangegangen und zwar besonders die einfachen, frommen Leute, welche im Kämmerlein auf den Knieen vor dem Herrn für Israel lagen. Ich kenne Leute, die aris vollem Herzen gesagt haben: Ich würde gern vor Jedermanns Thür gehen und für Israel betteln, damit die Sache des Herrn unter Israel wachse und gedeihe. Einfache Leute gerade sind es oft gewesen, die zu ihren Predigern gingen und denselben sagten: Wir müssen auch für Israel beten und Israel das Wort des Evangeliums bringen nach dem Worte des Herrn: „Gehet hin zu allen Völkern." Ein rührendes Beispiel sei mir endlich zu erzählen erlaubt. Der liebe Präsident unseres Central-Comitä's, Professor der Theologie CaSpari, selbst ein bekehrter Jude, von dem wir Norweger den größten Segen empfangen, so daß wir recht Ursache haben Israel zu segnen, machte eine Reise durch unser Land und kam auf derselben in ein Gasthaus. Da hatte die Tochter des Gastwirths eine MisstonSbüchse vor der Thür aufgehängt, und auf dieser Büchse stand in norwegischer Sprache:

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