Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 26 (1870)
- Issue
- 9-11 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Uebechaupi beginnen die Juden im Allgemeinen es zu fühlen, daß im Christenthum eine Macht liegt. Sie sagen, daß wenn Einer auö ihrem Volk jemals für 24 Stunden ein Forscher geworden wäre oder auch nur mit einem Missionar über religiöse Gegenstände sich unterhalten habe, er nie wieder ein guter Jude sein könne. Die Juden fühlen überdies, daß diejenigen, welche das Evangelium angenommen haben, eine übernatürliche Kraft besitzen, die es ihnen verleiht, so zu leben, wie eS dem Evangelio geziemt. Freilich hören wir von allerlei Nichterfüllung mancher Hoffnung in dem Laufe unseres Werks; aber ich bin verpflichtet eS zu sagen, daß selbst diejenigen Bekehrten in Jerusalem, welche nicht ganz bis zu der rechten Linie herangekommen zu sein scheinen, doch, wenn man sie in den christlichen Gemeinden Englands neben die Namenchristenheit, welche hier weit und breit in der Mehrzahl ist, stellte, als Christen erster Claffe würden betrachtet werden. In Jerusalem ist die Geschichte jedes Bekehrten bekannt. Es wird über ihn eine stete Wacht gehalten, und wenn er es unterläßt, auch nur bei einer Gebetsversammlung oder bei einer anderen gemeinschaftlichen Andachtsübung zu erscheinen, achtet man sogleich auf ihn und forscht nach dem Grunde seiner Abwesenheit. Freilich giebt es kein Werk, über welches so viel Böses geredet würde, als über das Werk, welches unsere Gesellschaft übernommen hat; und zwar geschieht dieses Uebelreden von Personen, welche nichts von der Sache wiffen. Die Zeitschrift „Jewish Chronikle" versichert, daß es nur die schlechten Juden wären, die Christen würden. Wenn dem so wäre, dann müßte die jüdische Nation eine besonders schlechte sein, da schon mehr als 20,000 „schlechte Juden" herausgesammelt sind, und »och mehr „schlechte" aus ihr kommen. In Jerusalem, ich weiß es aus eigener Erfahrung, wird die Missions- Gesellschaft geehrt und geachtet von den gelehrtesten und einflußreichsten Rabbine». Ich will nur zwei Beispiele erwähnen, um Ihnen zu zeigen, daß die Gesellschaft nicht in so üblem Ruf unter den Juden in Jerusalem steht, als manche Leute fich einbilden. Unser Geistlicher Secretair, Rev. Banning, wurde während seines Aufenthaltes in Jerusalem von einem der einflußreichsten Rabbinen dieser Stadt besucht. Derselbe wurde von einem andern Rabbi begleitet Md überreichte unserm