Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 26 (1870)
- Issue
- 3-4 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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44 zu Hosea Fol. 76. col. 3. n. 626, zur Thora Fol.266, col. 2. n. 825 und zu den Psalmen. Unter den Zeugnissen jüngeren Datums, welche das Lesen der Opferthora als ein Sühnmittel hinstellen, mag nur das des R. Bechai in seinem min VII'O Fol. 128, col. 1. Parasche Zav hier Platz finden: 'ji hl „Unsere Weisen, s. A., haben (die Worte:Lev.7,37): Das ist die Thora des BrandopferS, des Speisopfers, deSSündopfers und des Schuldopfers:c."also ausgelegt. Jeder, der der Parascha vom Brandopfer obliegt, (thut eben so viel) als wenn er ein Brandopfer darbrächte, der der Parascha vom Speisopfer, als wenn er ein Speisopfer darbrächte, und der der Parascha vom Sündopfer, als wenn er ein Sündopfer darbrächte rc., es werden ihm seine Sünden vergeben, als wenn er ein Opfer darbrächte. Im Midrasch (über Lev. 7, 37): „dies ist die Thora des Brandopfers, des SpeiöopferS, des Sündopfers und des Schuldopfers, der Füllopfer und der Friedensopfer": Jeder, der der Thora obliegt, (thut eben so viel) als wenn er ein Brandopfer darbrächte, als wenn er ein SpeiSopfer darbrächte, als wenn er ein Sündopfer darbrächte, als wenn er ein Schuldopfer, ein Füllopfer und Friedensopfer darbrächte." Trotz dieser Vorschriften ist aber Israel weder mit dem VersöhnungStage als solchem,, noch mit dem-Recitiren und Beten der Opferthora als Sühnmittel zuftieden. Sein religiöses Gefühl sagt ihm, daß alles das nicht blos gekünstelt, sondern auch gradezu unstcher und mangelhaft sei. Die göttliche Verordnung vom Opfer hat zu tiefe Wurzeln geschlagen, als daß es stch so leicht darüber hinwegsetzen und auf eine andere Weise die Vergebung seiner Sünden suchen sollte. Es verlangt mit aller Gewalt nach einem Versöhnungsopfer, und da es im Lande der Zerstreuung einmal keins hat, so hat es fich eins geschaffen, das wenigstens den Schein eines solchen habe, wir meinen das sogenannte Hahnopfer. Dasselbe wird am Abend vor dem großen Versöhnungstage dargebracht. Es ist keine Erfindung der neueren Zeit, es ist vielmehr schon alt und unter dem orthodoxen Judenthum auch sehr verbreitet. Wir finden den Gebrauch desselben schon im Sepher minhagim (gedruckt zu Dürenfurt im 1.1692) Fol. 37. col. 2 unter dem Titel: *yiD2 LN' 21p; ebenso in dem zu Frankfurt in Quart ge« dmckten sogenannten Benschbuch Fol. 28, col. 1 und 2. Daß aber