Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 26 (1870)
- Issue
- 3-4 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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43 Lesen gewisser Gesetzesabschnitte aus dem A.T., namentlich der Opferabschnitte ein Sühnmittel der'Sünden sein. Ja das Lesen der Opferabschnitte stehe in Gottes Augen eben so hoch und werde von ihm eben so wohlgefällig ausgenommen, als das Opfer selbst. Im Machsor ist daher auch die ganze Opferthora des A. T. mit ausgenommen. Auch dieser Jrrthum ist schon sehr alt, wir finden ihn bereits im babylonischen Talmud, Tr. Schabbat, Fol. 119, col. 2: '11 rQltf mjn: „Wer am Abend des Sabbaths betet (Gen. 2,11): „also wurden vollendet Himmel und Erde"rc., dem legen die zwei dienstbaren Engel, die den Menschen begleiten, ihre Hände auf sein Haupt und der eine spricht zu ihm: Gewichen ist deine Sünde und dein Fehltritt ist gesühnt," Ebenso Tr. Megilla Fol. 31. col. 2: '11 nnpn omax “12DK: „ Abraham sprach vor dem Heiligen, gebenedeiet sei er! O Herr der Welt! vielleicht werden fich die Israeliten vor dir versündigen (was doch fern sei!) und du wirst ihnen thun gleich dem Geschlechte der Sündfluth und dem Geschlechte der Trennung (des babylon. Thurmbaus). Da antwortete der Heilige: Nein! Darauf sagte Abraham vor ihm: Herr der Welt! Woran soll ich das erkennen? Der Heilige antwortete ihm: „Nimm mir eine dreijährige Kuh k, (Gen. 15, 9). Abraham sprach: O Herr der Welt! Dies wird wohl in der Zeit geschehen, in welcher der Tempel steht; zur Zeit aber, wo der Tempel nicht mehr steht, wie wird es da ihnen ergehen (eigentlich was wird da auf ihnen sein)? Da sprach der Heilige: Bereits habe ich ihnen die Ordnung der Opfer (Lev 1 rc.) festgesetzt, und ich werde zu jeder Zeit, wo sie darin lesen, es ihnen so aufnehmen, als wenn sie ein Opfer vor mir darbrächten, und ich werde ihnen alle ihre Sünden verzeihen." Vergl. noch Tr. Taanit Fol. 27 col. 2. Eine ähnliche Stelle lesen wir auch Jalkut chadasch Fol. 179, col. 1 n. 101, Titel: Teschuba: ülpZDH Clw jöO ‘11 Cp rm:' „Zur Zeit als der Tempel noch stand, brachte man ein Schaflamm am Morgen und das zweite zwischen den beiden Abenden (v. i. der Zeit, wo sich der Tag neigt und die Nacht ihren Anfang nimmt). Nun aber, spricht der Heilige, gebenedeiet sei er, sollt ihr des Keriath Schema (Deut. 6, 4) Abends und Morgens lesen, und das ist mir angenehmer als alle Opfer. Vergl. dazu lalkut Schimoni