Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 26 (1870)
- Issue
- 3-4 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 im Paradies und bei der Seele Ahrahams, Isaaks und Jakobs, der Sara, Ribka, Rachel und Lea und bei den übrigen Gerechten (Männern und Frauen) im Paradies. Amen." Endlich verweisen wir noch auf das Fol. 50 col. 2 und 3 stehende Gebet: 31 ^>3 }133 Herr der Welten I.gieb mir Gunst und Gnade und Bannherzigkeit in deinen Augen und in den Augen aller derjenigen, die mich sehen, um des Verdienstes willen dieser Gerechten und Heiligen, und laß ihr Verdienst und ihre guten Werke mich beschützen und für mich sprechen; thue mein Begehr, erfülle mein Schreien zum Heil und laß mich nicht vergeblich von dir zurückgehen." Wie aber neben jedem Jrrthume gewöhnlich auch die Wahrheit nebenher läuft, so auch neben dem rabbinischen Jrrthume vom eigenen Verdienste, und dem Verdienste der Vorfahren. Der Geist des mosaischen Gesetzes ist doch noch zu mächtig in den Kindern Israel, als daß es ganz durch menschliche Satzungen hätte verdrängt und verdunkelt werden können. Sie fühlen selbst, daß die von den Rabbinen zum Zwecke der Sühne und Rechtfertigung aufgestellten Surrogare für das alttestamentliche Opfer doch zu zerbrechlicher Natur sind, als um auf sie schlechthin die Hoffnung auf das zukünftige Heil zu bafiren. Das eigne wie das fremde Verdienst dünkt ihnen nicht hinreichend genug, um dadurch die Lossprechung aus ihrer Schuldhaft bei Gott zu ermöglichen. Sie ahnen, daß eine Creatur, die vor dem Throne der Majestät Gottes selbst im Anklagezustande steht und auf die Gnade und Barmherzigkeit des ewigen Richters hoffen muß, nicht eine andere sündige Creatur vertreten kann. Daher finden wir denn im Machsor auch wiederum viele Gebete, die das menschliche Verdienst, weder das eigne, noch das der Vorfahren, gar nicht anerkennen und durchaus nicht zugeben, daß daffelbe irgend welche Geltung vor dem Ewigen habe. Daß von eigenem Verdienste keine Rede sein könne, sagt der Machsor in folgenden Stellen. B.2S.33: 31 '*03 M'K THSTD 3p „Mein Gott, bevor ich erschaffen worden, war ich nichts, und selbst jetzt, da ich erschaffen worden, bin ich, als wäre ich nicht erschaffen worden. Staub bin ich in meinem Leben, Lehm in meinem Dahinsterben. Siehe, ich bin vor dir wie ein Gefäß voll Schmach und Schande. Möge es vor dir dein Wille sein, o Herr mein Gott und