Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 9-10 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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159 Sache wurde mit wundervoller Nüchternheit und merkwürdiger Einsicht besprochen, und ich sah nicht einen einzigen Zug des Verlangens auf irgend einer Seite einen Triumph davonzutragen, sondern einfach nur dies: die Wahrheit herauszufinden. Nachdem die Versammlung vorüber war, wurde ich zu meinem Zelte zurückgeführt, durch das Jaffathor, von einer obrigkeitlichen Person begleitet, weil die Zeit (des Offenstehens) schon vorüber war, und ich konnte nicht umhin zu denken „was würden unsere englischen Geistlichen geben, wenn sie eine Bibelklaffe wie diese haben könnten." Einem Herrn, dessen Namen zu nennen ich nicht für recht halte, ist, als er nach Jerusalem kam, und zwar nicht etwa im Missionswerke, obwohl er mit demselben in Verbindung steht, gesagt worden, und er hat es einem britischen Geistlichen wieder erzählt, daß der achtungswertheste Theil der dortigen Jerusalems-Gesellschaft die Gemeinde der aus demJudenthume zum Christenthume Bekehrten ist. Und welchen Einfluß übt gerade Jerusalem! Oft sind die Gemütherder Juden, die dorthingehen, weich wie Wachs, vorbereitet jede Art von Eindruck aufzunehmen. Mit welchem Ekel vor dem Christenthume müssen sie nach Hause gehen, wenn sie es mit so viel Aberglauben verbunden sehn. Darum war es ein glücklicher Gedanke diese (evangelische) Kirche auf dem Zion zu bauen. Die Juden können in dieselbegehn und was sehen sie daselbst? Eine Kirche ohne Götzendienst. Das alte Testament wird gelesen, und sie kommen in Berührung mit einer Körperschaft von Geistlichen, die ohne jeglichen Aberglauben sind. Der Redner wendet sich sodann gegen den Rationalismus und erklärt, daß ein Besuch Palästinas die beste Widerlegung desselben wie die beste Widerlegung des Romanismus fei. Aus seiner eigenen Erfahrung wendet er sich gegen den rationalistischen Bischof Colenso, welcher das alte Testament als ein Euch, das mit lächerlichen Unmöglichkeiten angefüllt sei, darstellt. Er erklärt, daß dem Bischöfe eine durch öffentliche Subscription zu sammelnde Summe zur Verfügung gestellt werden müßte, damit er Gelegenheit fände im heiligen Lande selbst von seinen Jrrthümern sich heilen zu lassen. Darum schließt denn auch der Redner, indem er so alle Feindschaft gegen das göttliche Wort sich selbst das Grab graben sieht: Unter den Sorgen und Aengsten und Uebeln, welche auf uns liegen, lassen Sie uns durch die gesegnete Aussicht auf Christi Wiederkunft mit Zuversicht und frohem Muth erfüllt werden. Wenn die ersten Christen an dem Tage des Herrn, demAufererstehungstage, zusammen kamen, war ihr Ruf „er ist auferstanden," das war die Wahrheit ihrer Tage; „er kommt, er kommt," das ist die Wahrheit unserer Tage. O komm Herr Jesu, und komme bald. Rev.Claytontritt sodann auf, um etliche Resolutionen derVersammlung vorzulegen, und indem er dies thut, erinnert er an eine Begebenheit, die bei Gelegenheit eines Cambridge-Jahrestages vor einigen Jahren stattgesunden hatte. Or. Marsh ging nämlich auch zu demselben und begegnete auf einer Eisenbahnstation einem Freunde, der ihn frug, wohin