Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 9-10 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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156 Mit Rücksicht auf den Namen des Dr. Barklay, welcher uns in dem Berichte begegnet, sage ich ferner, derselbe erschien mir als ein im vollendeten Maße gebildeter Mann und als ein guter christlicher Geistlicher, und ich möchte hinzusetzen, er besitzt die Art des Geistes, welche mir ganz besonders nöthig für einen Missionar in Jerusalem erscheint: ich meine das Delikate und die Eigenthümlichkeit seiner Stellung zu verstehen. Ich kann auch nicht umhin den Namen eines anderen Miffionars zu erwähnen, des H. Fränkel, der mit unserer Gesellschaft in Verbindung steht — ein Nachkomme Abrahams, dessen Charakter ich aber damit beschreiben möchte, daß ich sage, er ist in der That ein Israelit, in welchem kein Falsch ist. Dr. Chaplin, der Arzt an dem Hospital der Gesellschaft ist erwähnt worden, und ich möchte von ihm sagen, daß seine männliche Erscheinung, sein christlicher Ton und seine Einsicht zrigleich Achtung und Vertrauen erwecken. Ich denke, ich werde nicht Gefahr laufen in dieser Versammlung unter den Herren der Schöpfung mit dem Wort, daß ein Mann ohne Frau nur ein halber Mann ist. Und Er ist nicht die beste Hälfte. Es macht mich glücklich es auszusprechen, und diese Versammlung wird sich freuen dieses zu hören, daß alle diese Männer, von denen ich gesprochen, Frauen haben und daß ihre Frauen durch und durch voll wahrhaftiger Sympathie für das Werk ihrer Männer sind, und, wie ich dessen gewiß bin, Gehilfen und nicht Hindernisse für die Mission. Ich glaube, um nicht weiter ins Einzelne zu gehen, daß diese Gesellschaft von Gott sehr begnadigt ist in der Wahl ihrer Werkzeuge. Ich will den ersten Tag, an welchem wir in Jerusalem waren, erwähnen. Wir hörten, daß eine Gebebetsversammlung sehr nahe dem Hiskiah- Teich stattfinde, und wir begaben uns in dieselbe. Ich erinnere mich, daß Dr. Barclay einen Abschnitt der Schrift aus dem Hebräerbriefe über das Opfer unseres Herrn Jesu Christi vorlaS, und erinnere mich auch, daß der Gesang, welcher gesungen wurde, war: „Einen Quell eS giebt, gefüllt mit Blut." Niemals früher trat mir so lebendig dieser große Vorzug Jerusalems vor die Seele, daß sein Boden das Blut des fleischgewordenen Jesus aufnahm. Ich muß sagen, daß als ich überlegte, wie dieses Lied von Menschen aus allen Nationen, Ländern und