Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 9-10 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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erfahren, was dort geschehen ist, und wir empfangen die Nachrichten von dem, was man thut. Wenn wir vergleichen, was jetzt dort gethan wird, um die Juden zum Christenthum zu führen, mit dem, was vor 20 Jahren geschehen ist, so sehen wir einen kenntlichen und deutlichen Fortschritt in dem Werke. Man merkt jetzt auf das Christenthum und achtet es da, wo es bisher verachtet wurde, und wo man gegen dasselbe geredet hat. So weit haben wir eine Ermuthigung von Gott in dem Werke, welches wir ausführen, aber wir warten auf die Zeit, da durch die Macht des Herrn über die Gemüther seines Volkes er sie erlösen und hinbringen und einsammeln und ihre Herzen dem Geiste seines heiligen Evangeliums aufthun wird. Und in dem weiteren Verlauf seiner Rede sagt dann derselbeRedner: Wenn ich nur hoffen könnte, daß alle hier Anwesenden die Juden in ihren Herzen trügen, nicht bloß jetzt, sondern auch in ihren Häusern und täglichen Gebeten, so wüßte ich wohl, was folgen würde. Nicht allein würde der Herr, der es ja in unsere' Herzen selbst gelegt hat zu bitten, die Antwort geben, sondern auch diejenigen, welche Ihre Hilfe ansprechen, und diejenigen, welche helfen, würden Andere auffordern mitzuhelsen, und diese würden ihr Interesse an unserem Werk weit hinaustragen nach allen Seiten, bis in den Seiten und Berichten dieser Gesellschaft Hunderttausende aufgeführt erscheinen würden, welche jetzt nichts von dieser Sache wissen. Wir sollen diese Mission zu Jerusalem fördern, und, meine theuren Brüder, Sie, die Sie aufGottes Wege geblickt und erkannt haben, daß dieselben ihren Mittelpunkt in der Stadt finden, welche Gottes Herrlichkeit beschienen hat, müssen Sie nicht daran gedenken, daß unser hochgelobter Herr selbst diese Straßen beschritten, daß er dort gekreuzigt wurde, dort die Schmach ertrug, dort das Kreuz erduldete, dort die Versöhnung für unsere Sünden stiftete? und wenn wir daran uns erinnern, werden wir im Stande sein auf Jerusalem zu blicken, ohne innerlichst bewegt zu werden? Wir werden daran gedenken, daß unser Herr von dem Volke Israel kam, daß er ein Jude war und seine Apostel Juden, und von ihnen alle die Zeugnisse gekommen sind, welche wir haben, das Alte und das Neue Testament. Soll das nicht unsere Herzen reizen zu brünstigen Gebeten und zu ernstlichen Anstrengungen uns führen?