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Dibre Emeth · 1869-01-01 · 9-10 (1869) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
25 (1869)
Issue
9-10 (1869)
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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138 3) daß dieser Gott Israels gerade der Herr des Weltalls ist; 4) daß er Israel berufen hat unter dem ihm verliehenen Gesetz ein Gottesvolk zu sein. Denn allerdings Israel und nur Israel ist zum Träger und ewigen Wahrer der gesammten Gotteslehre ausersehn, und Israel hat stch hierzu am Sinai verpflichtet. Das ist Israels besonderer Vorzug, daß ihm, so sagt das Gebetbuch, das Händewaschen, die Beschäftigung mit der Lehre geboten und das Gesetz gegeben ist. Oder: Du hast uns aus allen Völkern und Sprachen erkoren deine Einheit in Liebe anzuerkennen, einst aber werden alle ihn anbeten, denn an Israel (dem Mustervolk) sollen alle noch einmal erkennen, daß der Gott desselben der rechte ist. Israel aber hat sich auch in der That als das geeignete Werkzeug zu dieser Aufgabe bewiesen. In den sieben Wochen nach dem Auszuge sind aus den Sklaven Aegyptens wahrhaft freie Männer geworden, würdig Gottes unschätzbares Kleinod, das Gesetz vom Sinai, zu empfangen. Das Gesetz, der Baum des Lebens, stand nun unter Israel; das lehrt Gott nicht allein kennen, sondern auch erkennen, und wer ihn wahrhaftig erkennt und wahrhaftig liebt, der kann nicht sündigen. Juda aber, das diese Gotteslehre besitzt, hat stch bewahrt und wird stch bewahren das Scepter der ewigen Wahrheit, die Herrschaft des Geistes, die Krone des Lichts und des Heils bis zur Ankunft des Messias, damit sie dann dem ganzen Menschengeschlecht angehöre. Aber damit es tauglich sei seine große Aufgabe zu erfüllen, entstammt'es nicht bloß den erhabensten Männern des Alterthums, sondern es ist auch geläutert und veredelt in der herbsten Leidensschule. Es ragt hervor vor Allen an Geistes- und Characterstärke, aber in Beziehung auf die unendlich hohe Aufgabe ist es ein gebrechliches Werkzeug, und auch heute, nach Jahrtausenden der Veredelung und Läuterung, ist es noch nicht befähigt vollendet das darzustellen, was es den großen Rathschlägen des Allmächtigen gemäß darstellen soll. Israel ist vertrieben aus seinem Vaterlande, weil es seine Religion nicht in allen Consequenzen durchgeführt hat. Den Götzendienst hat es durch seine erste Verbannung verlernt, es soll aber alle 613 Gebote üben lernen. Darum ist es noch einmal vertrieben zu 1000 Feinden

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