Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 7-8 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554773-2554778--05169-2561119- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ereter-Hall war wiederum der Zusammenkunstsort der zahlreichen Versammlung, welche von dem Grafen Shastesbury geleitet wurde. Unfern Lesern ist die Art der Feier bereits wohl bekannt. Wir theilen nur aus den bei derselben gehaltenen Reden Einiges im Auszuge mit. Graf Shastesbury sprach seine freudige Zuversicht zu dem Werke der Gesellschaft aus. Mögen die Arbeiten derselben, so äußerte er, noch so sehr dem Gelächter und der üblen Nachrede gedankenloser, thörichter und feindseliger Menschen ausgesetzt sein, die Zeit wird kommen, wo alle diese Thorheit und Unwissenheit und üble Nachrede beschämt werden wird, nämlich an dem großen Tage des Allmächtigen Gottes, wo der im Geheimen und verborgener Stille gesäete Same in vollen Aehren geerntet werden wird. Sind die Früchte der Arbeit nicht so reiche, den Augen in Berichten darstellbare Beweise und Beispiele, der Glaube kennt dennoch das Werk als ein echtes und zuverlässiges, und weiß, daß es sich so an jenem Tage offenbaren wird. Der Bischof von Mauritius, welcher hierauf das Wort erhielt, erklärte, daß, obwohl sein Amt ihn zu den Heiden rufe, es für ihn ein besonderes Privilegium sei, einige Worte für die hier vorliegende Sache, diese große, herrliche Angelegenheit, eine wahrhaftige Angelegenheit der Schrift selbst, die aller Herzen in dieser Stunde beschäftige, sprechen zu dürfen. Der Heidenapostel Paulus aber habe ihn gelehrt die Schrift auch in diesem Punkte recht zu verstehn und allen verkehrten geistlichen Deutungen (deren Gefahr er in den religiösen Bewegungen des heutigen Englands nachweist) sich entgegen zu stellen. Wenn Gottes Wort uns von dem Jerusalem, wie es jetzt ist, sagt, und von dem Jerusalem, wie es sein wird, dann, so lautet des Bischofs Bekenntniß, verstehe ich es dahin, daß eS zuerst das Jerusalem ist, in welchem wir ein und ausgegangen sind, und welches wir gekannt haben. Oder wenn Jesaias zu uns redet von seinem Gesicht über Judah und Jerusalem, dann verstehn wir es so, daß er damit Judah und Jerusalem meint, und nicht, durch eine geheimnißvolle Umwandelung der Begriffe, die Kirche der Völker. Ich fühle, daß in der Unterstützung dieser Gesellschaft wir ein Mittel der Selbstbewahrung vor dem Hinüberwandern zu solchen spiritualistrenden Principien besitzen. Auf die oben erwähnten Worte des Grafen Shastesbury, welche von der