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Dibre Emeth · 1869-01-01 · 7-8 (1869) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
25 (1869)
Issue
7-8 (1869)
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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113 besonderen Beihilfe. Und hier nun find wir an dem Punkte angelangt, wo von den Orthodoxen die Nothwendigkeit des mosaischen Gesetzes dargestellt wird. Denn dieselben bezeichnen das Gesetz vom Sinai und die fortlaufende Auslegung desselben durch den Talmud als die wirklich und thatsächlich ausreichende Stütze, welche den Juden von Gott gegeben wurde, um das sinnliche Wesen oder die sündliche Natur im Zaume zu halten. Das Gesetz habe das materielle Wesen des Menschen ins Auge fassen sollen, weil hier das eigentliche Widerstreben gegen Gott und seinen Willen statt finde. Darin erkennt man orthodorerseits die hauptsächlichste Bedeutung des Gesetzes. Die Reformer gehen mit den Orthodoxen von dem gleichen Punkte, dem Gesetze Mosrs, aus. Ihnen ist dasselbe das erste Beschreiten der rechten Bahn, auf welcher die Entwickelung der Menschen stattfinden sollte. Das Gesetz Mosis ist ihnen die erste Phase der beginnenden Kulturentwickelung, in welcher sie das Heil der Welt erblicken. Seitdem das Gesetz Mosts unter Israel auftritt, fängt die Menschheit an die richtige Straße zu ziehen, seitdem geht es in derselben unaufhaltsam vorwärts. Die Herrschaft der Sünde wird von da ab gebrochen, das materielle Wesen verliert seine Gewalt. Wir werden sehen, wie weit die beiden jüdischen Parteien hierin übereinstimmen, und worin sie von einander abweichen. Wir haben aber im Folgenden zu zeigen, in welcher Weise die Grundgedanken der Juden über das Verhältniß des sündlichen Menschen und des heiligen Gottes sich gestaltet haben.' Israel und die Kirche. Von Kalkar, Doktor der Theologie. (Fortsetzung.) Luther hatte Anfangs große Hoffnung auf eine baldige Bekehrung der Juden, ihre Verstockung schreibt er der unwürdigen Behandlung der nachchristlichen Jahrhunderte zu. „ So die Apostel, die auch Juden gewesen, mit uns Heiden gefahren wären, wie wir gefahren sind mit den Juden, da wäre auch nicht einer ein Christ geworden." 8

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