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Dibre Emeth · 1869-01-01 · 7-8 (1869) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
25 (1869)
Issue
7-8 (1869)
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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102 allerdings ursprünglich ihnen nicht unterthan, auf diese wirkt der heilige GeistGottes, fürGeist undHerz hat derMensch auch keine Vermittelung der Engel nöthig. Aber überall im Naturgebiet, im Regen und Sturm, im Schnee und Hagel, im Wetter und den mannigfaltigsten Erscheinungen des großen Schöpfungsbereiches haben sie ihr Walten. Sie sind es, welche die Kräfte oder Gesetze der Natur in der Ordnung erhalten, welche Gott ihnen gesetzt hat. Und den Zwiespalt, in welchem die Kräfte der Natur gegen einander wirkend sich zeigen, führt das Alte Testament auf einen Zwiespalt von Geistern zurück. Des Menschen Sache dagegen ist es diese Kräfte oder Gesetze sich dienstbar zu machen, sie zu verbinden und also die Herrschaft über die Natur zu erlangen; während hinwiederum Aufgabe der Engel dies ist, daß die Naturgesetze fortbestehen oder wirksam bleiben müssen. Weil es nun so steht, fällt auch den Engeln im Alten Testamente es zu, die Menschen in diesem ihrem leiblichen Leben zu behüten, deßhalb haben sie ihr Walten da, wo es sich um Gesundheit und Krankheit handelt; deßhalb wird ihnen Furcht und Stärkung, welche der Seele in ihrem Leibesleben widerfährt, zugeschrieben; deßhalb sind sie von Wichtigkeit für das Bestehen und Vergehen der Erdenreiche; von der Schöpfung bis zum Gericht sind sie als Gottes Diener thätig, aber überall zum Nutzen oder zum Werk unter den Menschen, welche Gott im Gegensatz zu den Engeln seine Kinder und nicht bloß Diener nennt. Ein geistig schlimmer Einfluß von Engeln ist erstdieFolgemenschlicherSchuld. Wird es dann aber vom Alten Testamente einem unter den Geistern, dem Satan, insbesondere zugeschrieben, daß von ihm Verführung und Verderben in leiblicher und geistlicher Beziehung auf die Menschen ebenso wie auf die Wohnstätte derselben ausgeht, dann ist uns das verständlich, und wir haben keinen Grund es durch allerlei Umdeutungen abzuschwächen oder gar abzuleugnen. Wir kennen nun einmal, wie das schon früher ausgeführt wurde, keine Schöpfung, die ursprünglich sogleich gut und böse in Einem gewesen wäre. Wir verschließen uns auch nicht der täglich sich aufdrängenden Erfahrung, daß dem heiligen Willen und der Kraft des Lebens, welche von Gott ausgehen, ein anderer Wille und eine andere Macht sich entgegenstellen, welche durchaus nicht Gott und sein segens-

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