Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 5-6 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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83 wesen wenigstens verfestigen; es kennt als Höchstes nur das Gegenwärtige, wenn auch die Farben, in welchen es dasselbe dargestellt sehn möchte, etwas wechseln sollen. Alles neu, und abgethan, was nicht innerlichste Einheit ist, das darf man den Gedanken des Christenthumö nennen: das Alte, trotz seiner Mischung von Licht und Finsterniß, nur länger, den Gedanken des nachchristlichen Judenthums. (Fortsetzung folgt.) Miß Sarah Hooper. In der Lebensbeschreibung des Rev. William Marsh findet sich Mancherlei, das für die Judenmission von Interesse ist. Neben Anderem wird uns Folgendes erzählt: „Unter den vielen jungen Leuten, denen Marsh's Predigten gesegnete wurden, befand sich Eine, deren bemerkenswerthe Energie sich ganz dem Dienste ihres Herrn widmete. Miß Sarah Hooper wurde in Reading, dem Kirchspiel des Rev. Marsh, wegen ihrer Liebeswerke wohl bekannt. Sie organisirte zuerst eine Vertheilung von Traktaten unter den Armen und besuchte sie in den elendesten Wohnstätten, wo sie durch Freundlichkeit, Liebe und Worte des Glaubens dem Heilande Seelen zu gewinnen suchte. Ihre Liebe zu dem alten Volke Gottes, welche sie auch unter Marsh's Amtswirksamkeit gewonnen hatte, führte sie allmählich dahin demselben sich ganz zu widmen. In ihren späteren Jahren miethete sie ein kleines Haus in London, in einem abgelegenen Hofe der City, um in unmittelbarer Nachbarschaft mehrerer jüdischer Familien zu sein. Zweimal die Woche empfing sie eine große Zahl armer jüdischer Frauen, denen sie Anweisungen für den Empfang von Nahrungs- und Kleidungsartikeln gab, zu deren Bezahlung sie einen Theil beitrugen, während das Uebrige aus ihren eigenen Mitteln und durch die Freigebigkeit christlicher Freunde, unter deren vorzüglichsten Dr. Marsh war, ergänzt wurde. Nachdem sie ihnen Erfrischungen dargereicht hatte, las sie gewöhnlich laut ein Capitel aus dem Alten Testamente vor. Ihr Hauptzweck war sie zu überzeugen, daß sie von Christen geliebt würden, und dies zu be-