Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 5-6 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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78 ' •, ';-f; ■, - -f'- ' y einen anderen Zustand derselben herbeizuführen, wenn er stch nicht schließlich dennoch zum Nachpfuschen entschließt. In der That wird das auch nicht von den Reformern behauptet, es bleibt nach ihrer Anschauung bei der jetzigen Welt; nur die Menschen sollen noch einmal besser und verträglicher werden, so daß dann auch ihre Herrschaft über die Natur durch die Vereinigung aller ihrer Kräfte wachsen wird. Es geschieht aus einem richtigen Gefühl, wenn unter den Juden die Allmacht 'Gottes nach der einen Seite hin als Herrschaft über widerstrebende Mächte dargestellt wird. Aber man kennt zu wenig die innere Verbindung, in welcher diese eine Thätigkeit der Allmacht mit ihrem ganzen Wesen steht, und man stellt sie völlig falsch dar, wenn man im Grunde als ihr eigentlichstes Wesen dies ansteht, den jetzigen Zustand ewig zu erhalten. Man nennt die gegenwärtige Verfassung der Natur Harmonie, und die Allmacht Gottes steht im hellen Lichte da, wenn sie eine harmonische Schöpfung erhält! So Befriedigendes weiß uns das heutige Judenthum über die Allmacht Gottes zu sagen! Nichtsdestoweniger wird im Gegentheil dem Christenthume von den Juden der Vorwurf gemacht, daß es keine richtige Erkenntniß der Allmacht besitze, weil es von Gewalten spreche, welche die Allmacht Gottes beschränken. Run, ganz so denken wir die Sache doch nicht. Für die Macht Gottes selbst kennen wir keine Schranken, aber wir wissen zugleich, daß Gott nicht bloß die Macht, sondern auch die vollkommenste Freiheit ist, und daß er selbst seine Macht in den Dienst der heiligen Liebe gestellt hat. Wir haben aus dem Alten Testamente gelernt, daß Gott die übrige Schöpfung anderen Geschöpfen seiner Hand übergeben hat, damit sie dieselbe im freien Dienst der Liebe zu einem Hause seiner Ehre machen; aber wir wissen zugleich, daß Gott selbst auch dann noch diesen Geschöpfen Raum läßt, wenn ihr Wille stch gegen seinen Willen auflehnt. Wir wissen, daß schließlich sein heiliger Liebesrath vollen Gehorsam finden, und daß alsdann auch die ganze Welt, die ganze Natur nur das Gepräge der Macht des Lebens Gottes aufweisen wird, aber wir sind weit entfernt in dieser jetzigen Welt den ganzen und vollen Erweis der göttlichen Allmacht zu finden. So gering von derselben zu denken, sind wir nicht im Stande. Und die christliche Lehre wird daher doch wohl im Rechte sein, wenn sie sich