Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 3-4 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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43 Mansor Halladsch: „O Brand der Liebe Gottes, komm mir zu Hilfe, damit du und ich uns unaufhörlich einander klagen können. Denn nur wer brennt allein, kann den Zustand eines Herzens, das von demselben Feuer verzehrt wird, beschreiben." „Die größte Strafe der Verdammten ist ihre Entfernung von der Gegenwart Gottes." „Und das Wohlgefallen, das Gott an den Seligen hat, übertrifft doch alle Ergötzungen des Paradieses." „Das Paradies, o Herr, ist in keiner andern Rücksicht wünschenswerth, als weil man Dich darin sieht; denn ohne den Glanz deiner Schönheit würde es ein verdrießlicher Ort für uns sein." „Der Fußschemel seines Thrones, zu dem alle Geschöpfe als dem Gegenstand ihrer Anbetung blicken, ist auch ein sicherer Zufluchtsort gegen alle Unglücksfälle und Widerwärtigkeiten dieses Lebens." „Der mich zu seinem Gastmahl einladet, thut mir kein Unrecht, wenn er mich den Becher kosten läßt, den er selbst getrunken hat. Er traktirt mich, wie der Einlader seinen Gast traktirt." Worte des Halladsch, da er als Ketzer zur grausamen Hinrichtung geführt ward. Offenbar hat er diese Worte auf Christum bezogen. Ein Anderer nennt die Geduld, unter welche er die Buße mit begreift, den ersten Schritt auf dem Wege des geistlichen Lebens. Dann folgt die Gerechtigkeit und fängt uns mit göttlichen Tugenden und Vollkommenheiten zu bekleiden an; der Gehorsam bewegt uns, alle Leidenschaften der verdorbenen Natur auszumerzen; die Freigebigkeit, die nichts.für sich zurückhält, gibt uns die nothwendige Vollkommenheit, um in Gottes Augen wohlgefällig zu werden; und endlich hält die demüthigende Vergebung, die man für seine geringsten Vergehungen zu erhalten sucht, uns beständig in der Niedrigkeit. Diese Demüthigung leitet uns zur Vernichtung in der Einheit Gottes, und durch diese Erkenntniß bekennen wir, daß Gott der Einzige und folglich Alles ist. Mohamed: „Führe dich so auf, daß du arm, aber nicht reich bei Gott wirst, denn in seinem Hause haben die Armen die erste Stelle." Koran: „Gott hat der Gläubigen Seelen und, Güter gekauft, und ihnen dafür das Paradies gegeben." Ein Derwisch aber weinte beständig und versetzte, wenn man ihm versicherte, daß Gott ihiy seine Sünden vergeben habe: Ich wünsche