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Dibre Emeth · 1869-01-01 · 3-4 (1869) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
25 (1869)
Issue
3-4 (1869)
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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41 Wahrheitszüge aus dem Islam. Gerade für unsere Zeitschrift eignet es sich' Züge der Wahrheit aus dem Islam mitzutheilen, die das Volksblatt für Stadt und Land enthält und in noch viel größerer Zahl von Tholuck „Blüthensammlung aus der morgenländischen Mystik" dargeboten werden. Man empfiehlt uns von Seiten der Juden schöne Aussprüche des Talmud, die allerdings in großer Menge vorhanden find, zu lesen und zu erwägen. Wir führen an dieser Stelle dagegen einmal mohamedanische Sentenzen an, die stch theilweise den schönsten sittlichen und religiösen Sätzen aller Völker an die Seite stellen können. Eine allgemeine Bemerkung wird alsdann am Schluffe dieser Mittheilungen erfolgen. Ein persischer Dichter spricht von der Erkenntniß Gottes: „So lange der Geliebte selbst nicht den Schleier seines Angesichts aufhebt, ist kein einziges Geschöpf ihn aufzuheben vermögend. Doch wäre die ganze Schöpfung Schleier es zu verhüllen, brauchen die, denen er es aufdecken will, nicht zu sorgen." Saadi: „O Herr! wenn sich der Mensch der Sünde enthält, so bist du es, was ihn zurückhält. Wenn er von dir reden will, kann er nichts weiter als stammeln; wenn er dich erkennen will, stockt sein Verstand. Habe Mitleiden mit denen, die nichts als Fleisch sind, und die dich niemals erkennen können, mit einer Erkenntniß, die ihnen begreiflich macht, was du bist!" Methnevi: „Er ist unendlich erhaben über die Fähigkeiten unseres Verstandes. Vergeblich denn, daß wir um Worte bemüht sind, würdig davon reden zu können. Und völlig genügen muß uns ihn mit einem ehrfurchtsvollen Stillschweigen anzubeten." Und doch: „Wisse, daß, wenn du mich suchen wirst, du mich bereits gefunden hast." „Da in Gott Dasein und Wesen ein und dasselbe, so wisse, daß dein Wesen, das von ihm sein Dasein hat, der Beweis seines Daseins ist." „Deine Seele ist ein unwiderleglicher Grund und ein überzeugender Beweis von Gottes Dasein. Denn wenn du sie erkennst durch Nachdenken, erkennst du auch zugleich, daß sie das Werk ist und daß eö einen Werkmeister gibt."

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