Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 25 (1869)
- Issue
- 3-4 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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35 Bald nach Constantin bekehrte sich der jüdische Patriarch Hillek in Liberias zu Christo. Derselbe, ein Nachkomme des Gamaliel, hat das Evangelium Johannis und die Apostelgeschichte hebräisch übersetzt. Auf seinem Sterbebette ließ er sich taufen und gab dem Bischof eine Summe für die bedürftigen Priester. Zeuge dieser Taufe war ein Jude Joseph; er wurde später auch Christ, nach langen inneren Kämpfen; Hernachmals comes am kaiserlichen Hofe, und hat in Palästina zur Erbauung christlicher Kirchen viel mitgewirkt. Unter den Kämpfen gegen die Sekten der Kirche hatten auch die Juden zu leiden. Viele traten zum Christenthum über, um den Strafen zu entgehen. Die Kirchenväter, Anfangs Freunde der Religionsfreiheit, empfahlen später Unterdrückung der Juden. So nahmen viele Juden äußerlich das christliche Bekenntniß an. Der Muhamedanismus trat den Juden mit Haß und Verachtung von Anfang an entgegen, so daß viele in der Kirche Schutz suchten. In den Bilderstreitigkeiten nannte man die Bilderstürmer geradezu Juden. Leo der Jsaurier zwang viele zur Taufe, Kaiser Basilius verlockte sie durch Belohnungen zur Annahme des Christenthums. Unter den aus innerem Antriebe zum Christenthum Gekommenen ragt Epiphanius hervor; die Wohlthaten eines Mönches, Lucius, haben einen besonders tiefen Eindruck auf sein Gemüth gemacht und ihn so dem christlichen Glauben nahe geführt. Christ geworden zeigte er sich als einen besonderen Eiferer für den katholischen Glauben. Nahe bei seinem Geburtsort stiftete er ein Kloster, dessen Vorsteher er wurde- Später wurde er in Salamis auf Cypern Bischof, beobachtete aber stets ein streng mönchisches Leben. Als Ketzerrichter hat er sich einen bekannten Namen gemacht; geschätzt ist noch heute sein Buch über die Maße und Gewichte der Bibel. Ein Jude, Joseph, war Arzt des Bischofs Basilius des Großen. Bei einer schweren Krankheit desselben vergoß er Thränen aus herzlicher Theilnahme, wurde aber von dem Bischöfe mit der Macht Jesu Christi getröstet, der auch jetzt noch, wo der Arzt keine Hoffnung mehr habe, dem Kranken langes Leben gewähren könne. Auffallend rasch genas Basilius, so daß er schon am nächsten Tage in der Kirche das Sacrament verwalten konnte. Der Eindruck 3*