Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 11-12 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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181 Niemand kann es sich selbst stecken, Niemand kann es beanspruchen, Niemand kann es selbst erreichen, auch der letzte Ausgang wird von Gott herbeigeführt, aber der letzte Ausgang ist der, daß wir Alle, Juden und Heiden, heimkehren aus der Irre an das Vaterherz, zu welchem uns Jesus Christus zieht. Was bleibt darum übrig, als: „Gott sei Ehre in Ewigkeit. Amen." Wir beugen uns, und er bleibt hoch; wir sind nichts, er ist Alles; aus seinem Licht sind wir ein Licht von Gott geboren: das ist unsere Herrlichkeit, das ist die Klarheit, welche von uns leuchtet und nicht untergeht, denn Gott ist ewig. Darum spricht „Amen" der Mund des Apostels, dem solche Worte aus dem ewigen Heiligthume Gottes her gegeben sind; der selbst nur stammelt und kann es nicht ergründen, wie tief es ist, was er bezeugen muß. Amen, so tönt es wieder aus allen Herzen der Christenheit, welche im Glauben aus der Niedrigkeit her ihre Augen empotheben zum Throne Gottes und ihren Blick vom heiligen Geist über die Tage der tausend Jahre dieser Zeit tragen lassen. Amen, Gott gebe es, so töne es jetzt schon wieder von etlichen Lippen Israels; Amen, bald darnach im vollen, heiligen Chor des ganzen Volks, das der Herr erwählt. Ehre, Preis, Anbetung sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geist. Hallelujah. Amen. Unter den Karaiten. Aus den Papieren eines jüngst in Jerusalem verstorbenen Missionars entnehmen wir einige Notizen über die jüdische Sekte der Karaiten. Wir traten, erzählt derselbe, eines Tages in das Haus eines wohlhabenden Karaiten der Stadt (Jerusalem) ein. Man nöthigte uns in ein großes Zimmer, das ganz nach orientalischer Sitte eingerichtet war. Der alte Herr, den wir suchten, saß auf einem Divan und rauchte seinen Nargilah. Seine Erscheinung war würdig und