Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 11-12 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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178 jemals über Menschenlippen gekommen sind. Das ist sein Schluß V. 33 — 36: „O welch eine Tiefe des Reichthums und der Weisheit und der Erkenntniß Gottes. Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und wie unerforschlich seine Wege. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt oder wer ist sein Rathgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit." Was sollen wir noch sagen, da in solches Loblied der Mund des Apostels stch ergossen hat? Wir stehn mit ihm da und schauen die Breite und die Tiefe und die Höhe des göttlichen „Reichthums." Wenn stch Menschen längst erschöpft haben und mit ihrem Vermögen zu Ende gekommen sind, quillt bei Gott immer Neues wie aus tiefem Brunnen und stets doch in gleicher Klarheit hervor. Sein Arm ist niemals zu kurz; seine Hand findet niemals ihr Ziel; es ist niemals bei ihm Leere. Sind seinen Wassern Dämme entgegengesetzt worden von den Menschen, und hat es den Anschein nehmen wollen, als müßten sie zurückgestaut werden in ihr eigenes Bett, dann brechen sie plötzlich mit Alles übersteigender Macht hervor und überschwemmen weithin die ganze Erde. Der Gnade Gottes sollte in Israel, dem Ort, an welchem sie lange Zeit hindurch allein zur Erscheinung kam, von ihren eigenen Kindern das Grab bereitet werden, da überfluthete sie die Länder der ganzen Menschheit und benetzte bis auf die Wurzeln das Leben aller Völker, daß sie neue Kraft und Saft gewinnen durften. O welch eine Tiefe des Reichthums! Und welch eine Tiefe der Weisheit Gottes! Er hat Israels Wege so geführt, daß es der Welt beweisen mußte, wie keine Gerechtigkeit des Menschen zur Gemeinschaft mit Gott verhilft, wie keine selbstgemachte Frömmigkeit und keine Tugend in das Reich des Heiligen einführt, und ebenso, wie dieses Reich denen verloren geht, welche anders als aus Gnaden darin leben wollen. Er hat die anderen Völker stch erschöpfen lassen in ihrer natürlichen Kraft, daß sie mit ihrem Bauen und Arbeiten und Forschen