Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 11-12 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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174 denvergebung an ihm zu vollbringen; und nachdem Israel vergeblich auf die Offenbarung der ihm zugesagten Herrlichkeit gewartet, weil es ja den Messias Jesus Christus verworfenwird es Hernachmals vielmehr darin den rechten Bund mit Gott erkennen, wenn durch die Bekehrung zu Christo die Schuld der Sünde und ihr tausendjähriges Joch von ihm genommen wird. Das Evangelium der Tage Pauli bleibt auch dasselbe in allen künftigen Tagen: auf keinem anderen Wege als auf dem von ihm gepredigten kann das Heil erlangt werden; aber Israel soll es geschehen, daß aus seiner eigenen Mitte her Jesus Christus ihm sichtbar als der Erlöser und als Stifter eines neuen Bundes der Herzen erscheint. Das Alles im Auge wiederholt Paulus in den nächsten Versen von 28 —32 Gedanken, welche er eigentlich schon in früheren Versen desselben Capitels ausgesprochen hat: „ Nach dem Evangelio halte ich sie für Feinde um euretwillen, aber nach der Wahl habe ich sie lieb um der Väter willen. Denn Gottes Gnadengaben und Berufung mögen ihn nicht gereuen. Denn gleicherweise wie auch ihr weiland Gotte nicht gehorcht habt, nun aber habt ihr Barmherzigkeit überkommen über ihrem -Ungehorsam, also haben auch jene jetzt nicht gehorchen wollen, auf daß auch sie die Barmherzigkeit, welche ihr erfahren habt, überkommen. Denn Gott hat Alle unter den Ungehorsam zusammengeschlossen, daß er sich Aller erbarme." Die Juden sind, dem Evangelio gegenüber betrachtet, Feinde der Gottesbotschaft, und sie sind es um der Heiden willen, denen sie es nicht gestatten Glieder des Reiches Gottes zu werden, ohne vorher Juden geworden zu sein. Aber wenn sie auch in Folge des Evangeliums, welches Juden und Heiden in ihrem Nationalstande zu einem Heile, der Gnade Jesu Christi beruft, Gottes Feinde sind, so bleiben sie dennoch, nach Seiten „der Wahl" betrachtet, Geliebte um der Väter willen. Die Erwählung Gottes hat sich den Abraham und die Väter Israels nach demselben erkoren, seine Gemeinde auf Erden zu werden. Diese Vorfahren des jüdischen Volks waren der Gegenstand der Liebe Gottes, weil sie der Wahl Folge leisteten und im Gehorsam Gottes