Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 11-12 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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173 wird: Hosiannah, o hilf doch, du Sohn Davids, in der Höhe, dann wird er in seiner Mitte sich offenbaren. „Aus Zion," sagt Paulus, wird der Erlöser kommen, seinem Volk Sündenvergebung zu bringen. Ihm liegt daran die letzte Erlösung Israels als das Werk des persönlich erscheinenden Christus darzustellen, den Heidenchristen aber zu zeigen, wie der Ausgang Christo zu seinem Volk aus seiner eigenen Stadt geschehen wird, und wie daher die Schrift so Großes Israel verheißt, daß sie als Antwort auf den Schrei der Buße des ganzen Volks die Wiedererscheinung Christi folgen läßt, welche Israel nunmehr zur rechten Gemeinde des Heilandes macht. Die letzte, das ganze Volk Israel ergreifende Umwandlung, durch welche es zur Gemeinde Christi wird, soll daher nicht Menschenwerk, sondern das Werk des Heilandes selbst sein; wenn gleich der Apostel vorher davon gesprochen hat, daß er in der Zwischenzeit durch seine Arbeit unter den Heiden immerdar noch Etliche aus dem eigenen Volke reizen möchte die Gnade Jesu anzunehmen, und wenn gleich Buße und Glaube der Juden der sichtbaren Wiederkunft Jesu vorausgeht. Der Vers 27 aber „und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich wegnehme ihre Sünde," ist eine freie Verwendung von Jeremias 31, wo, wie bei allen Propheten, die Vergebung der Sünden als die rettende That Gottes gepriesen wird, welche Israel in den vollkommeneren Bund des Gehorsams und der beständigen Treue einführt. Die Art und Weise, wie Paulus hier mehrere alttestamentliche Worte zusammenfaßt und citirt, läßt es deutlich erkennen, daß er, wie in dem ganzen Verlauf des bisher behandelten Capitels, recht deutlich die freie Gnadenthat Gottes Herausstellen will. In der Leitung der menschlichen Geschicke soll dies besonders hervortreten, wie eine Liebe in derselben handelt, eine Liebe, welche Alle eben so sehr erhebt als demüthigt. Aber wieder, wenn Paulus den Hochmuth, welcher den Anspruch erhebt, selbst etwas zu sein, zurückweist, stellt er es als die Hauptsache, auf welche es für den Menschen ankommen müsse, dar, daß er die Vergebung der Sünden durch Jesum, den von Gott gegebenen Erlöser, empfange. Israels höchste Verheißung für die Folgezeit ist die, daß sein Heiland ihm selbst persönlich erscheinen wird, das Werk der Sün-