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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 9-10 (1868) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
9-10 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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159 Doch wird damit nicht etwa ein Neues von Paulus gelehrt. Man sehe nur beispielsweise die Capitel 65 und 66 bei Jesaias oder das 12. bei Daniel an, welche die Bekehrung Israels nach den Zeiten deö Abfalls und damit verbunden ausdrücklich eine Auferstehung von den Tobten zu einem Leben aus paradiesischer Erde beschreiben, und wird dann erkennen, daß der Apostel allein wiederholt, was längst das Alte Testament zuvor verkündigt hatte. Der Bote des Neuen Testamentes wendet die ftühere Lehre nur auf das Israel an, welches nach langen Zeiten der Empörung gegen Christum, seinen Heiland und Erlöser, sich zu demselben wendet und daher die Erfüllung der großen Endverheißungen erlebt, daß alle Völker sich zu Israel sammeln werden seine Herrlichkeit zu erfahren und zu genießen. Denn ausdrücklich heißt es gerade in diesem Zusammenhang bei dem Propheten Jesaia 66, 28: „ich will kommen und sammeln ihre Werke und Gedanken samml allen Heiden und Zungen, daß sie kommen und sehn meine Herrlichkeit." Altes und Neues Testament knüpfen also gemeinsam dieselben Folgen an die Bekehrung Israels, und bleibt nur etwa hinzuzufügen, daß im Licht des Neuen Testaments (Offb. Joh. 20) wir eine doppelte Auferstehung unterscheiden lernen 1) die, welche als unmittelbare Folge der Bekehrung Israels eintritt und das tausendjährige Reich einleiket und 2) die andere allgemeine Auferstehung. Beide find hier bei Paulus zusammen gefaßt, denn die Unterschiede der ersten und zweiten darzustellen hatte er an dieser Stelle keine Veranlassung. Darum ist es hier auch genug zu wissen: hat die Verwerfung Israels völlig die geistliche Gestalt der Welt in der Zeit verändert, so wird die Wiederannahme der Juden nun auch das Letzte herbeiführen, das Ziel, welchem alle Erdengeschichte und Erdenentwickelung zueilt „die Auferweckung von den Tobten." So hohe Bedeutung soll die Bekehrung Israels für die ganze Welt haben. Diese Thatsache verwendet nun der Apostel nach einer anderen Seite. Von ihr aus blickt er noch einmal auf die Gegenwart zurück und wehrt damit auch das Mißverständniß ab, welches von den

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