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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 9-10 (1868) · page 29

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Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
9-10 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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187 festhält, welche Israel zu den Füßen des von ihm Gekreuzigten zeigen soll? Es bleibt aber für den Apostel von höchster Wichtigkeit die ganze Gotteswahrheit in ihrem gesammten Umfange zu predigen und er läßt sich darin von keiner Seite irre machen. Ganz ohne die Rücksicht auf Erfolg spricht er sein Wort aus, weil er dasselbe nicht erfunden, sondern von Gott empfangen hat. Wie er das Eigene nicht sucht, sondern allein die Sache seines Herrn und Heilandes im Auge hat, so geht auch sein Sinn darauf für alle Zeit festzustellen, was Gottes Rath und Wille ist. Beiden , Juden und Heiden, sollen genau die Wege vorgezeichnet sein, welche Gott in der Vergangenheit gegangen ist, jetzt geht und für die zukünftigen Tage geordnet hat. Dadurch allein kann beides zur klaren Erkenntniß kommen: die weisheitsreiche Liebe Gottes und der Menschen Heil. Daher kann derselbe Paulus, welcher sein gegenwärtiges Amt, das eines Heidenapostels, preist und die Herrlichkeit desselben auch nicht im Geringsten trüben läßt, doch mit Freuden auf eine Zukunft blicken, welche sein Amt scheinbar in den Schatten stellen wird, weil alsdann Israel, das jetzt verstockte und verfinsterte, das brennende und scheinende Licht in der Welt geworden ist. Denn er fährt fort V. 15: „Denn wenn ihre Verwerfung der Welt Versöhnung geworden ist, was (wird) ihre Annahme (sein) als Leben von den Todten?" Daß Israel als Gemeinde Gottes verworfen ward, hat für die Welt einen Gewinn zur Folge gehabt; sie hat die Versöhnung mit Gott durch Jesum Chistum erlangt und darf doch in ihren natürlichen Ordnungen bleiben. Darin ist der Welt eine Erleichterung im Verhältniß zu Israel zu Theil geworden, welches, um Gottesgemeinde zu werden, sein natürliches Leben unter ein bestimmtes Gesetz beugen mußte. Größer aber wird der Gewinn für die Welt werden, wenn Israel wieder Annahme bei Gott findet, wenn es wieder die Gemeinde des Herrn wird, welche der übrigen Menschheit das Heil vermittelt. Alsdann wird allerdings ein Neues der Welt dargeboten werden. Das Neue kann nicht das Frühere sein, nicht nur wiederum die Ver-

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