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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 9-10 (1868) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
9-10 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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135 von vielleicht 2000 Thlr. nicht in jene Hauptsumme mit eingeschlossen ist, und daß die Ausgaben nicht allein für die immerhin ziemlich große Anzahl der Missionare geschehn sind, sondern auch, um eine überaus bedeutende Zahl von Schriften in die Hände der Juden zu bringen. Beispielsweise und als ein wichtiges Zeichen der Zeit sei es erwähnt, daß die Mission in dem einen Jahre 3668 Neue Testamente und 26,128 Theile der heiligen Schrift verbreiten durfte. Erst wer dies recht würdigt, kann wissen, wie reichlich der Same ausgestreut wird. Und die Frucht? Die Erstlinge erscheinen; für das Weitere haben wir Geduld mit dem Gott der Geduld. Sein ist das Reich und die Herrlichkeit; ihm sei Ehre in Ewigkeit. Israels Gegenwart und Zukunft nach Römer cap. u. So ausführlich als der Apostel Paulus hat kein anderer in der neu testamentlichen Schrift sich über das Verhältniß Israels zu dem aus seiner Mitte erwachsenen Christenthum in der Gegenwart und in der Zukunft ausgesprochen. Die Thatsache lag freilich schon in seiner Zeit vor, daß Israel sich zu der neuen Gestaltung des religiösen Lebens feindlich verhielt. Denn obwohl mehrere Tausende des jüdischen Volks, an ihrer Spitze die 12 Jünger Jesu, die Grundlage der christlichen Gemeinde bildeten, zeigte es sich doch sehr bald, daß Israel als Volk für die nächste Folgezeit derselben fern bleiben würde. Indem aber Israel es verachtete den Jesus, welcher aus seinem Volk erstanden war, als den verheißenen Messias aufzunehmen, büßte es auch in der Gegenwart seinen Beruf ein dem Reiche Gottes auf Erden den Mittelpunkt darzubieten und von den eigenen Grenzen aus es über die ganze Welt zu verbreiten. Mit der eben gemachten Behauptung wird freilich scheinbar die ganze Geschichte der Jahrtausende vor Christo Lügen gestraft. Die Schrift, in deren Namen Jesus und seine Jünger Aufnahme forderten, hatte doch offenbar die Erscheinung des Himmelreichs oder Gottesreichs, beides ist dasselbe, an Abrahams Samen und Volk geknüpft: wie sollte nun-

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