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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 9-10 (1868) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
9-10 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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134 wissen. Ein theures Mädchen starb jüngst, und ich empfing vor wenigen Wochen eine Nachricht von ihrem lieben Later, der da mittheilte, daß Gott kein Wunder darin gethan, daß er sie von ihrem Bett wieder hätte aufstehn lassen, aber daß er wohl ein Wunder darin gethan, daß er ihr Friede und Glück auf ihrem Krankenbett gab, und sie sagte: „Freue dich mit mir, denn mein Heiland nimmt mich zu sich." Solch ein Wort des theuren Kindes, das auf seinem Sterbebett spricht: „Freue dich mit mir, denn ich gehe zu Christo," läßt uns fühlen, unser Werk ist ein gesegnetes und ein Werk, das fortzuführen wir wohl Muth haben dürfen. Und endlich lassen Sie uns sehen auf unseren Bücherladen. Aus diesem Laden sind etliche 1000 Eremplare des göttlichen Wortes in verschiedenen Sprachen in die verschiedensten Theile der Welt gesandt worden; denn Sie müssen wissen, daß Juden nach Jerusalem aus fast allen Ländern der Welt kommen, so daß die heilige Schrift aus Jerusalem durch die Hand der Juden zu allen Theilen der Erde kommt, und wir wissen und sind dessen gewiß, daß das Lesen dieser Bibeln einen Segen dem Herzen manches Kindes von Abrahams Geschlecht gebracht hat. Dann aber noch ein Wort über die Juden im Allgemeinen. Ihre Gesinnungen gegen uns sind während der letzten wenigen Jahre ganz andere geworden. Sie achten die Missionare, sie achten unsere Proselyten, sie sehen, daß dieselben nicht sind, was sie, wie sie im Anfang annahmen, sein, mußten. Ihre Vorurtheile haben abgenommen, und ein großer Theil der Juden in Jerusalem liest und ist bekannt in den neu testamentlichen Schriften; und es ist jetzt etwas Seltenes einen Juden den Namen Christi lästern zu hören. Laßt uns, theure Freunde, darum nur noch ernster im Gebet werden, und dann wird Gott uns auch größeren Segen geben, dann werden noch Viele seiner Kirche zugefügt werden und werden seinen Namen preisen." Es bliebe zuletzt nur etwa hinzuzufügen, daß die Einnahme und Ausgabe der Gesellschaft während des verflossenen Jahres sich auf über 240,000 Thlr. belief. Dabei ist besonderer Beachtung werth, daß ein Unterftützungösondö für arme Proselyten mit einer Einnahme

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