Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 9-10 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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133 am Ostertage, mehr als 100 Abendmahlsgäste gesehn, Gäste aus England, Deutschland, Amerika, Arabien und Leute von andern Nationen, die miteinander gemeinsam am Tisch unseres Gottes knieeten; und unter denselben gab es Bischöfliche, Hoch - und Nieder-Kirchliche, Presbyterianer, Baptisten, Wesleyaner, Independenten, Gliederder schottischen und anderer Kirchen, Alle nahmen sie Theil an dem heiligen Sacrament Jesu Christi. Und dann möchte ich noch ein Wort von unserem Hospital sprechen. Sie wissen, daß es vor mehr als 20 Jahren errichtet ist. Die schrecklichsten Verwünschungen wurden im Voraus über jeden ausgesprochen, der es wagen würde in dieses Hospital einzutreten, oder der auch nur etwas mit demselben zu thun haben würde. Aber unser lieber Bruder, der Arzt arbeitete daran, und zuerst kam ein und dann ein anderer Jude und genoß die Wohlthat. Diesen folgten Andere, so daß wir seit den letzten Jahren tausende von Juden gehabt haben, welche die größte Wohlthat genossen, und die Inden selbst würden die Ersten sein, welche von diesem Theil unseres Missionswerks sagen, daß es kein Fehlgriff gewesen sei. Um Ihnen den Unterschied in der Gesinnung mit Beziehung auf dies Hospital zu zeigen, will ich erwähnen, daß im verflossenen Jahr der Oberrabiner zu unserem Arzte sandte, um ihn zu bitten, daß unser Hospital während des Passahs möchte geöffnet bleiben, da das ihrige in dieser Zeit geschloffen werden mußte. Dies, so sagte er, würde eine große Wohlthat für die Juden sein. Und nun noch wenige Worte über unsere Schulen. Wir haben drei derselben außer der Industrieschule für jüdische Frauen, nämlich eine für jüdische Mädchen, und zwei für Kinder der Proselyten und Juden. In diesen 3 Schulen hatten wir vergangene Weihnacht 94 Kinder in regelmäßiger Pflege. In der ersten werden die Mädchen, außer daß sie das Nähen lernen, im Schreiben unterrichtet und lernen Abschnitte der Schrift täglich in ihrer Muttersprache: jüdisch-spanisch. Aber vielleicht der interessanteste und ermuthigendste Theil unseres Werks ist der unter unseren theuren Kindern in den anderen beiden Schulen; von manchen derselben haben wir guten Grund zu glauben, daß sie Gottes Wort lieben und etwas von der Kraft des Gebetes