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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 9-10 (1868) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
9-10 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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132 Taufen während des Jahres wir gehabt hätten u. s. w. Nun ich denke, der eigentliche Weg, um auf die Frage zu antworten, welche Fortschritte solch ein Unternehmen gemacht hätte, ist der, auf die Vergangenheit zurückzuschaun und die Vergangenheit mit der Gegenwart zu vergleichen. Da ich ungefähr vor einem Jahre das Taufregister, welches zu der Christuskirche in Jerusalem gehört, überblickte, zählte ich 270 Namen von Nachkommen Abrahams, die seit dem Jahre 1839 in Jerusalem getauft worden waren, und etwa die Hälfte derselben waren Erwachsene. Jetzt sind Einige von diesen, wie ich es weiß, Diener des göttlichen Worts, Einige Agenten der Mission, Einige gehn in den verschiedenen Theilen der Welt ihrem Handel oder Gewerbe nach und erwerben sich ehrlich ihren Lebensunterhalt, und wir hören, daß manche dieser Knechte Gottes ein gutes Zeugniß für die Wahrheit unter ihren Freunden und Nachbarn abgelegt haben. Ich habe selbst das Vorrecht genossen mit manchen dieser theuren Knechte des Herrn, welche in Jerusalem getauft worden sind, zu leben. Ich habe mit ihnen die schönste Gemeinschaft pflegen dürfen, ich habe sie mit heiligem Ernst für sich selbst, für ihre Nachbarn, für die Juden und ebenso eifrig für die Heidenwelt beten hören; und ich muß sagen, aus dem, was ich von ihnen gesehen und gehört habe, sind sie nicht Christen allein dem Namen nach, sondern treue Diener des lebendigen Gottes. Aber es möchte Jemand sagen: ihr habt auch manche Täuschungen erfahren, manche derselben haben sich sehr zum Schlechteren wieder gewandt; sie haben allerdings bekannt Christen zu sein, aber sie haben sich als Heuchler ausgewiesen. Ich muß bekennen, daß in diesen Worten Wahrheit liegt, aber kann man sich über die Sache selbst wundern? Gibt es nicht in jeder Heerde schwarze Schafe? war nicht ein JudaS unter den 12? Wie können wir uns denn wundern, daß es auch unter der Zahl, von welcher wir eben sprechen, solche gibt, welche den Namen Christi schänden. Vor wenigen Jahren hatten wir 2 oder 3 oder, wenn es hoch kam, ein halbes Dutzend, die zur gemeinsamen Anbetung in einem kleinen Zimmer gesammelt werden konnten; aber jetzt seit den letzten 19 Jahren haben wir unsere Kirche auf dem Berg Zion gehabt und daselbst eine Versammlung hebräischer Christen, die Gott anbeten im Geist und in der Wahrheit, und da habe ich oft, besonders

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