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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 9-10 (1868) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
9-10 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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131 Oscar von Schweden, der Kronprinz von Preußen, der Prinz von Wales und der Herzog von Edinburgh. Rev. W. Bailey aus Jerusalem bemerkte mit Bezug auf das freudige Bekenntniß eines der Vorredner, daß die Macht des christlichen Gebets der Grund aller der großen Erfolge sei, welche die abyssinische Expedition aufweise. Ein Werk, das allein der Ehre Christi gegolten habe, sei dieser Krieg gewesen, denn er habe nichts anderes bezweckt als die Befreiung der Judenmissionare, welche das Evangelium Christi den Israeliten in Abysstnien gepredigt und darüber in Gefangenschaft gerathen waren: das sei vor der Versammlung ausgesprochen worden, und wahrlich nichts Anderes als die göttliche Antwort auf das anhaltende Schreien so vieler Christen könne man in der fast wunderbaren Befreiung der Missionare erkennen. Rev. Bailey erzählt dann, wie er in Jaffa mit Dr. Krapf zusammengetroffen sei. Der habe ihm mitgetheilt, daß etwa ein halbes Dutzend Offiziere der abyssinischen Erpeditio» jeden Sonntag mit ihm sich zusammengethan hätte, um die heilige Schrift zu lesen und gemeinschaftlich zu beten; darum sei der herrliche Ausgang des Krieges eine Erhörung nicht bloß der Freunde in der Heimath, sondern auch derjenigen, welche.selbst die Schlacht gekämpft und gewonnen hätten. Gebet thue deshalb besonders auch den Missionaren noth. Mögen wir beten und dann hinausgehen, das Wort Gottes in unseren Händen, dann recht ausgerüstet die köstlichen Wahrheiten zu verbreiten, die wir selbst als wohl ausreichend zu unserer eigenen Seligkeit erprobt haben. Aber, fuhr der Redner fort, da ich selbst das besondere Vorrecht empfangen habe in Jerusalem seit zwölf und einem halben Jahre zu arbeiten, so will ich von dem Werk, wie es sich dort begiebt, erzählen. Einige Zeitungsschreiber haben ausgeführt, daß unser dortiges Misstonswerk von geringem Nutzen sei, und daß unser dort Jahr jür Jahr ausgegebenes Geld fast weggeworfen sei, und daß es ebendeshalb in anderer Weise besser angewandt würde. Nun, ich muß sagen, daß ich denke, diese so aufgestellte Behauptung ist doch nicht ganz richtig. Jene Artikelschreiber haben sich wenigstens nicht die Mühe genommen die Sache richtig zu untersuchen. Ich bin oft gefragt worden, wie viele Proselyten, die in Jerusalem auch lebten, wir dort aufzuweisen, wie viele 9*

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