Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 7-8 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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121 die übertretenden Personen sind erkauft, bestochen, und was dergleichen fade und abgedroschene Verleumdungen und Verdächtigungen mehr sind. „Ob die Missionäre" — sagt die Allg. Z. d. I. in einem Artikel überschrieben: „Der Bekehrungseifer in Kurland" in Nr. 7 von 1868 — „auch von irdischen Rücksichten sich so gar fernhalten, will die Fama nicht nachsagen, und Thatsachen beweisen genug, daß sie für klingende irdische Rücksichten wohl zugänglich sind." Wir lassen den jüdischen Schreibern gern diese Expektorationen, diese einzige Rache, die sie üben können, wissen sie doch selbst hinlänglich, daß ihre Schmähungen ihre eigenen Erfindungen und Erdichtungen sind. Man wird bei allen solchen plumpen Ausfällen nur an das Sprüchwort erinnert: Was ich selbst denk und thu, das trau ich Andern zu. Zwar wollen die Juden nicht zugeben, daß sie darauf ausgingen, Proselyteu zu machen. Es giebt wohl Zeiten, wo sie es nicht rathsam finden; indeß so lange sie noch am Talmud halten und für denselben kämpfen, wird man es uns nicht verweigern, wenn wir von Zeit zu Zeit und so auch bei dieser Gelegenheit wieder einmal an jenen Grundsatz erinnern, der sich Hilchoth Ebadim Cap. 12, 42 findet und also lautet: „Wenn ein Israelit einen heidnischen Knaben aufgreift oder sonst ein heidnisches Kind findet, und sie als Proselyten tauft, so sind sie sogleich Proselyten." Das ist rabbinische, jüdische Lehre und da meinen wir, wird „Kinderraub" gelehrt, das giebt ächte Mortarafälle, das heißt, die Kinder „abfangen." Offenbar huldigen also die Anhänger des Talmuds dem „Kinderraube," der „Abfangung" von nichtjüdischen Kindem. Zwar meint die Reform in Nr. 11 der Zeit, des Judenth., der Talmud sei unter den Christen „lediglich aus den Beschimpfungen und Schmähungen der von der Missionsgesellschaft durch ihre Söldlinge verfaßten und verbreiteten Schriften" bekannt, und die Judenz. wirft damit, indem sie namentlich „an die Nethiboth Olam von M'Caul erininert," noch einen Stein auf diesen Freund Israels. Doch fügt der Verfasser, der diese Beschuldigung gegen die Missionäre ausspricht, bald selbst hinzu: „Es ist Zeit einen andern Weg" — nämlich zur Vertheidigung des Talmuds als bisher — „einzuschlagen, und durch die rein geschichtliche Auffassung des Talmuds Licht und Schatten, wie sie in ihm vorhanden sind, hervortreten zu lassen und verständlich