Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 7-8 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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118 ist dieser Engel Malach Jehovah, nicht ein erschaffener Engel aus der Zahl der Tausende, sondern der Engel, welcher auch der Engel des Bundes, der Engel des Angesichts Gottes und Gott selbst genannt wird Ohne darauf Rücksicht zu nehmen, wie willkührlich die israelitische Bibel in dem angeführten Kapitel den Ausdruck Malach Jehovah bald mit: „der Bote," bald-: „ein Engel des Ewigen" übersetzt, will ich nur zu B. 22 eine Bemerkung machen. Nachdem nämlich dieser Engel Jehovahs das Opfer von Manoah und seinem Weibe angenommen hat, und „in der Lohe" oder „Flamme" „gen Himmel aufgefahren ist," spricht Manoah zu seinem Weibe: „Wir müssen des Todes sterben, daß wir Gott gesehen haben." Hier machen die Uebersetzer und Revisoren der israelitischen Bibel aus: „Gott" — Elohim, wie es im Hebräischen heißt, ganz unbefangen: „ein göttliches Wesen" und übersetzen: „Wir müssen sterben, denn ein göttliches Wesen haben wir geschaut." Nun kann sich Jedermann denken, was er will, der Gedanke, daß Manoah „Gott gesehen" habe, ist entfernt, obgleich der hebräische Grundtext keinen anderen Sinn zuläßt. Die Frage, warum Manoah und sein Weib fürchteten des Todes zu sein, wenn sie nur irgend „ein göttliches Wesen" gesehen hätten, scheint den Uebersetzern nicht in den Sinn gekommen zu sein, noch weniger haben sie daran gedacht, daß diese ausgesprochene Furcht doch nur ihre Begründung in dem Worte habe: „Kein Mensch wird leben, der mich sieht." Nur das merkwürdige Kapitel 6 des Propheten Jesaias hat man mit schonender Pietät behandelt, und weder das „Sehen" in ein bloßes „Wahrnehmen," noch „Jehovah" in eine „Erscheinung Jehovahs," oder in „ein göttliches Wesen" verändert, noch auch ein erläuterndes und wegerklärendes „ gleichsam " eingeschoben. Hier in Jesaia 6 lesen wir nach der israelitischen Bibelübersetzung: „Im Todesjahre des Königs Usija, da sah ich den Herrn, sitzend auf hohem und erhabenem Throne, und seine Schleppen füllten den Tempel. Seraphim standen um ihn her, je sechs Fittige hatte ein jeder, mit zween bedeckte er sein Antlitz, mit zween bedeckte er seine Füße, mit zween flog er. Und einer rief dem Andern zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Ewige der Heerschaaren, die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit! Da bebten die Säulen der Schwellen vor des Rufenden