Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 7-8 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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107 Die irische Sprache ist für das Ohr eines Irländers sehr angenehm, wie es die englische Sprache für das Ohr des Engländers ist; aber die hebräische Sprache ist auch angenehm für das Ohr des Juden. Senden Sie daher den Juden das Testament in der hebräischen Sprache." Der Herr Bischof schloß seine Rede mit einem Verse des Inhalts: O, sendet es den Kranken in sein Haus, damit es sein Herz erfreue und seinen Geist erleuchte; es wird ihn belehren, wie er dem Richterspruche entgegengehen und einen Ort jenseits des Grabes finden kann, wo ewige Freude blüht und Schmerz und Leiden ein Ende haben. Herr Prediger Richardson unterstützte die Resolution. Wir geben einen Auszug aus seiner Rede. Er sagte: „Meine Damen und Herren, nach der sehr anregenden Rede, die wir so eben von dem hochwürdigen Prälaten gehört haben und in Betracht der interessanten Thatsachen, welche die nachfolgenden Redner Ihnen mittheilen werden, werde ich Ihre Aufmerksamkeit bei Unterstützung der Resolution nicht lange in Anspruch nehmen. In unserer Zeit ist es nothwendig die Grundsätze zu erfassen, nach welchen wir zu wirken trachten. Der große Grundsatz alles dessen, was Einfluß auf unser Werk hat, ist Gnade — eine individuelle Würdigung Gottes, um sein selbst willen und der Seligkeit des Heils in Christo. So wie das Leben aus Gott in der Seele sich kräftiget, und der Mensch mit der seligmachenden Wahrheit immer vertrauter wird, so regt sich auch zugleich die Dankbarkeit, die immer mehr wächst und zunimmt, zunächst gegen den Gott aller Gnade, dann gegen den, welcher in der Hand Gottes das Werkzeug gewesen ist ihm die Wahrheit mitzutheilen, dann gegen den Theil der Kirche Christi, in welcher man diese Wohlthat erlangt hat, dann auch Dankbarkeit in einer entfernteren Art, erkenntliche Dankbarkeit, welche zurück auf die Quellen steht, aus welchen all' die geistlichen Güter geflossen sind. Und daraus folgt natürlich, daß derjenige, der Christum in seine Seele ausgenommen hat und sich desselben erfreut, dahin gelangen muß, auch an das höchst merkwürdige Volk zu denken, von welchem Großes herstammt und von welchem wir die große Offenbarung des Lebens Christi empfangen haben. Gnade und Dankbarkeit gehen bei diesem Werke Hand in Hand. Aber jemehr wir uns mit dieser Gesellschaft und mit dem Volke bekannt machen, zu