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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 7-8 (1868) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
7-8 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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106 menschliche Natur an sich zu nehmen, der Stellvertreter des Menschen zu werden, zu sorgen, zu trauern, verwundet zu werden, ja selbst für den Menschen zu sterben und dann wieder aus dem Grabe hervorzugehen, gen Himmel zu fahren und sich zur rechten Hand des Vaters zu setzen, um dort der Fürsprecher für die Menschen zu sein und ihnen dieselbe himmlische Wohnung für alle Ewigkeit zu sichern. O, welch' eine Zukunft! O, welch' eine Gemeinschaft! O, welch' ein Beisammensein! O, welch' ein Reich! O, welch' ein Eingang zur Fülle der ewigen Freude! „Wo ich bin," sagt er, „da — und an keinem geringeren Orte — sollt ihr auch sein." Sollten wir da Gott nicht danken für so große Segnungen, die er über uns ausgeschüttet hat. Er hat uns nicht blos Segnungen für den Leib gegeben — Luft, Licht, Wasser, Erde — sondern er hat uns die Segnungen der Wissenschaft und Kunst gegeben durch das alte Griechenland und Rom, und viele Segnungen mehr durch Ihr eigenes, großes England mit seiner erstaunenswerthen Literatur, seiner Wissenschaft, seiner Thatkraft, seiner Industrie, seinem Handel, seinem Ruhme, seinem Vorrange zur See, und unendlich weit über dies Alles, denn im besten Falle ist dies Alles ja endlich — nehmt alle diese Dinge zusammen, und sie sind doch nur endlich, zeitlich — unendlich weit über dies hat er uns die Segnungen für die Ewigkeit gegeben, diese unberechenbaren Segnungen, welche kein Verstand vollkommen begreifen und keine erschaffene Zunge würdig genug aussprechen kann. Es würde die Ewigkeit selbst erforderlich sein, all' die Segnungen, die leiblichen, moralischen, geistigen und geistlichen zu erzählen, welche Gott uns frei und voll, ohne Verdienst von unserer Seite, gegeben hat — allein, voll und ganz, das ist das Wesen der evangelischen Lehre, um des Jesus Ellen, welcher von jüdischen Eltern geboren und als ein Opfer für unsere Sünden dahin gegeben wurde. Und nun, my Lord Shaftesbury und christlichen Zuhörer, es würde von mir ungeziemend sein, wenn ich Ihre Aufmerksamkeit länger in Anspruch nehmen wollte, daher will ich nur noch einmal meine große Hochachtung für diese besondere Gesellschaft ausdrücken. Wenn ich zu einer Versammlung in meinem eigenen Sprengel redete, so könnte ich das sehr leicht und auf eine sehr liebliche Weise in der irischen Sprache thun, aber hier würde man mich, wie ich fürchte, kaum verstehen.

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