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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 5-6 (1868) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
5-6 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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88 sein mögen und so verächtlich und wegwerfend auch „der Israelit" sich in dem angeführten und andern Artikeln über solche Schriften äußern mag: so begrüßen doch die Freunde Israels jede neue Erscheinung auf diesem Gebiete mit Freuden. Eine solche erfreuliche Erscheinung, auf die wir hiermit unsere Leser aufmerksam machen wollen, ist das bereits in zweiter revidirter Auflage uns vorliegende Schriftchen: „Jesus und Hillel. Mit Rücksicht auf Renan und Geiger verglichen von Franz Delitzsch." Dasselbe ist von dem im Mai 1864 in Cöln gegründeten Schriften - Verein für Israel herausgegeben worden. Schon der Titel ist höchst anziehend durch die Namen, die er enthält: Jesus und der berühmte jüdische Rabbi Hillel werden mit einander verglichen. In der Vergleichung wird „Rücksicht" genommen auf „Renan", der durch sein sogenanntes Leben Jesu mehr berüchtigt als berühmt geworden ist, und auf „Geiger", den bekannten Vorkämpfer der jüdischen Reform. Beide, Renan in seinem Leben Jesu und Geiger in seinen Vorlesungen über das Judenthum und seine Geschichte, haben Jesum mit Hillel verglichen, jeder nach seiner Art; ihre Schilderungen werden von Professor Delitzsch gewürdigt und in das rechte Licht gestellt. Es muß und wird gläubige und ungläubige Christen, orthodoxe und Reform-Juden interessiren, diese Vergleichung zu lesen. Und wem es aufrichtig um die Wahrheit zu thun ist, wird das Schriftchen nicht ohne Nutzen zur Hand nehmen. In der Einleitung spricht Herr Professor Delitzsch von dem äußerlichen Bilde, das Nicephorus Callisti im vierzehnten Jahrhundert von Jesu gegeben, das Delitzsch ein „schlechtes Fantasiebild" nennt. Auf dies mittelalterliche Bild läßt er „ ein Stück des Renan'schen Lebens Jesu" folgen, und sagt dann S. 7: „Aber das Bild Jesu, welches Renan entwirft, ist kein Geschichtsbild: es ist ein aus den unverträglichsten Charakterzügen zusammengesetztes Zerrbild, ein auf Fälschungen der wahren Geschichte beruhendes Trugbild. Wir wollen es an einem Beispiele beweisen. Jener Fälschungen eine ist es, wenn als der eigentliche wahre Lehrer Jesu Hillel bezeichnet wird." Indem Professor Delitzsch zur Darlegung der von Geiger entworfenen Vergleichung zwischen Jesu und Hillel übergeht, heißt es; „Renan ist immer noch zu sehr Christ, um Hillel über Jesus zu

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