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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 5-6 (1868) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
5-6 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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81 viele solche treue Arbeiter erwecken, die hinausgehen in das Feld der Judenmission, wo in Wahrheit „die Ernte groß ist, aber der Arbeiter wenige." War Abraham's Opferung Jsaak's Moloch- oder Gottesdienst? (Eingesandt.) Der Rabbiner der israelitischen Gemeinde,;Dr. Abraham Geiger zu Frankfurt a. M., hat unter dem Titel: „Unser Gottesdienst. Eine Frage, die dringend Lösung verlangt/ ein Schriftchen veröffentlicht, aus dem wir Ihnen hier ein paar Sätze mittheilen wollen: „Die erste Großthat des Judenthums war der Kampf gegen das rings umher herrschende Menschenopfer. Das eigne Kind darzubringen galt dem dortigen Heidenthume, den Verehrern des Moloch, als höchster Gottesdienst.... Bereits dem ersten Stammvater, Abraham, der aus dem Götzendienste sich zum reinen Glauben emporringt, wird dieser Act, zudem er sich verstehen will, verwehrt." ... Ein Sohn Abraham's, der mit vollkommenem Glauben der heiligen Schrift anhangt, macht hier folgende Bemerkung: — Rabbi Geiger scheint hier offenbar anzunehmen, daß der Befehl: „Nimm Isaak, deinen einigen Sohn, und opfere ihn" (Genesis Cap. 22) — der in demselben Capitel enthalten ist, in welchem „dieser Act verwehrt" wird — nicht von Gott ausging, aber wohl der Befehl: „Lege deine Hand nicht an den Knaben," und daß wiederum die Schlußworte in demselben Vers (12.) — der den Gegenbefehl, von dem vr. Geiger zugiebt, daß er von Gott ausgegangen, enthält — nämlich: „hast deines einigen Sohnes nicht verschonet um meinetwillen," nicht Gottes Worte sind. Das ist ein non plus ultra, ist in der That die vorzüglichste Illustration der rationalistischen Lehre: „Gottes Wort ist in der Bibel enthalten, aber die Bibel ist nicht Gottes Wort," die mir je vorgekommen ist. Der gelehrte Geiger trägt hier offenbar einen höheren Grad von Verwegenheit als Gelehr- 6

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