Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 5-6 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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79 wurde er mitvr. Steinkopf, Prediger an der Savojen-Kirche in London, bekannt, in welcher Kirche er den Gottesdienst regelmäßig besuchte, und in welcher er von dem genannten Pastor am 31.December 1809 nach dem Ritus der lutherischen Kirche getauft wurde. Die Handlung war feierlich und ergreifend: Bei der Gelegenheit legte er den Namen Moses Treitel ab und nahm den christlichen Namen: Johann Christian Moritz an, unter welchem er seitdem bekannt ist. Im Jahre 1811 ging er, der Einladung eines frommen Kaufmannes folgend, nach Gothenburg, wo er bald mit einigen frommen Leuten bekannt wurde und sich durch Unterrichten und Bücherverkaufen seinen Unterhalt erwarb. Dort verheirathete er sich auch mit Charlotte Elisabeth Hedberg, die sich als eine treue Gehilfin vom Herrn für ihn bewährte. Sie hatten keine Kinder, lebten aber in christlicher und glücklicher Zufriedenheit fast fünfzig Jahre mit einander. Frau Moritz entschlief im Herrn den 1. April 1864. Alle ihre Ersparnisse und das Geld, das durch den Verkauf ihrer Kleidung zusammenkam, hatte sie der Gesellschaft vermacht, der sie so innig ergeben war, und in deren Dienst ihr Mann so viele Jahre gestanden hatte. Im Jahre 1817 wurde unserm Moritz auf eine wunderbare Weise der Weg geöffnet, als Missionar unter seinen Brüdern vom Hause Israel in Rußland zu arbeiten. In Petersburg traf er mit dem Prediger Lewis Way zusammen, mit dem er eine innige Freundschaft schloß, die auch durch das ganze Leben hindurch fortgesetzt wurde. Acht Jahre lang war er in seinem Missionsdienst in Rußland unter dem Schutz und der Sanction des Kaisers Alerander I. thätig und verkündigte in dieser Zeit vielen Tausenden von Juden das seligmachende Evangelium von Jesu Christo. Das Wort der Wahrheit wurde ein Segen für viele Seelen aus dem Hause Israel und der ausgestreute Saame brachte seine Frucht auch noch, nachdem Moritz unter dem Nachfolger Alexanders ans Allerhöchsten Befehl genöthigt war, seine Missionsarbeit in diesem großen Reiche einzustellen. Von jener Zeit an bis auf die Gegenwart ist Rußland großentheils für alle Missionswirksamkeit unter den Juden verschlossen geblieben. Im Mai 1825 wurde Herr Moritz von dem Comite der Lon-