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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 5-6 (1868) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
5-6 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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75 Johann Christian Moritz. Unter dieser Überschrift giebt die englische'Zeitschrift: „Jewish Intelligence“ in ihrem Aprilheft l. I. einen kurzen Bericht von dem Leben und Tode des, so viel wir wissen, an Jahren ältesten Missionars der Londoner Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden. Der Name des Missionars Moritz ist wohl bekannt, und Schreiber dieses hat verschiedene Personen aus Schweden und Dänemark sehr rühmlich von Moritz sprechen hören; namentlich erwähnte man den tiefen Eindruck, den seine einfachen Ansprachen in christlichen Erbauungsstunden auf die Zuhörer machten. Wir geben daher den Lesern dieser Blätter gern eine Uebersetzung des kurzen Lebenslaufs aus der genannten englischen Monatsschrift: In unserer letzten Nummer zeigten wir bereits den Tod dieses ehrwürdigen Missionars mit einigen Worten an. Wir wollen jetzt, um sein Andenken zu ehren und zu erhalten, einige Züge aus seinem Leben mittheilen, indem wir dabei zugleich den innigen Wunsch und die sehnliche Hoffnung aussprechen, daß Andere durch sein Beispiel möchten veranlaßt und angetrieben werden, ihm in seiner Liebe zu Israel und in seiner Thätigkeit für dasselbe nachzufolgen. Marcus und Deborah Tr eitel waren ein musterhaftes Ehepaar. Sie lebten in Bernstein in Pommern. Treitel war Kaufmann. Er war im jüdischen Wissen auferzogen worden und hing fest an der Lehre des Talmuds, den er fleißig studirte. Seine Frau war eine streng fromme Jüdin, die in der frohen Hoffnung lebte, daß der verheißene Messias bald erscheinen werde, um sein Volk Israel zu erlösen. Sie hatten zwei Söhne und drei Töchter. Der Sohn, von dem hier die Rede ist, war den 1. Januar 1786 geboren und erhielt bei seiner Beschneidung den Namen Moses. Seine Mutter verlor er frühzeitig, sie starb, als er erst vier Jahre alt war. Die Worte, mit welchen sie ihm ihren letzten Segen gab, machten einen tiefen Eindruck auf sein Gemüth; sie sprach zu ihm: „Du wirst die Ankunft des Messias erleben. Bleibe fest in dem Glauben Deiner Väter, daß Du einen reichen Antheil an Seinem Reiche erlangen magst." Dieser Wunsch der guten sterbenden Mutter ging herrlich in Erfüllung, ob-

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