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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 3-4 (1868) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
3-4 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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54 man eine solche willkürliche Uebersetzung ließt, ist schwer einzusehen, obgleich das Vorwort eine leicht faßliche Form bei sachlicher Treue verspricht. Charakteristische Verträglichkeit. Seit einer Reihe von Jahren geht bekanntlich das Reden, Schreiben und Schreien von Toleranz, Humanität, Freiheit, Gleichheit. Die Presse, namentlich die jüdische und von Juden beeinflußte wird nicht müde immer wieder Beispiele von Toleranz und Intoleranz, von Humanität und Inhumanität aus allen Gegenden und aus den verschiedensten Kreisen der menschlichen Gesellschaft mitzutheilen, um an denselben zu zeigen, was man bereits erlangt habe, was aber auch noch zu erringen sei, was man Alles unter dem Ausdruck: Toleranz verstehe und begehre. Bei jeder Gelegenheit erhebt man bittere Klagen und Beschwerden, daß noch so Vieles zur völligen Aufrichtung und Herstellung der Gleichheit fehle, daß noch immer so viele Schranken niederzureißen seien, ehe der Zustand erreicht werde, wie man ihn wünscht. — Am widerlichsten und ekelhaftesten sind diese Artikel, wenn sich die Verfasser derselben mit ihren Forderungen auf ihre jüdische Religion berufen und den Lesern einreden wollen, in derselben werde das Muster aller Toleranz, die erhabenste Humanität gelehrt; schon Moses habe erklärt: „Ein Recht für Alle, “ das Judenthum kenne keinen Unterschied der Personen vor dem Gesetz, weder in Absicht auf Religion noch Stand und was dergleichen mehr ist. Wie diese Humanitätshelden die Besitznahme Canaans von Seiten der Israeliten sich denken und erklären, wie sie sich die Vertreibung und Ausrottung der Völker Canaans mit ihren Toleranz- und Gleichheits-Ideen zurechtzulegen vermögen, oder wie sie z. B. auch nur die Bestimmungen des mosaischen Gesetzes über den Unterschied zwischen Knechten aus Israel und Knechten aus den andern Völkern mit ihren Lehren und Systemen von Gleichheit vereinigen können; oder wie gar die orthodox sein wollenden Juden sich auf ihr talmudischeö Judenthum mit seiner bekannten furchtbaren Intoleranz nicht nur gegen Nichtjuden, sondern auch gegen die

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