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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 3-4 (1868) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
3-4 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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4S war eilt Kamez in einet hebräischen Bibel, das die Gestalt eines Kreuzes hatte; und diese Entdeckung machten die scharfsichtigen Herren erst, nachdem das sogenannte Kamezkreuz längst von dem Correetor in London als einfacher Druckfehler verbessert war. Dieser, man möchte sagen lächerliche Umstand, trieb unsre orthodoxen und Fortschrittsjuden so in den Harnisch, daß es von nun an feststand, diesem Unwesen müsse gesteuert werden, das Kreuz käme ja sonst auf diese Weise nicht nur in die Häuser der Juden, sondern auch sogar in die Synagogen. Obgleich die Entwickelung des 19. Jahrhunderts sich von allem Aberglauben weit entfernt dünkt, so fürchtete man sich doch gewaltig vor den Wirkungen, die dieses in den hebräischen Bibeln eingeschmuggelte Kreuz auf die Judenschaft haben könne. Dieses Kamezkreuz wurde ein mächtiger Antrieb die israelitische Bibelanstalt ins Leben zu rufen und zu fördern. Ist demnach die ganze israelitische Bibelanstalt und namentlich dann auch die von ihr veranstaltete deutsche Uebersetzung des alten Testaments als reine Opposition gegen die Mission und die von derselben verbreiteten für unbrauchbar erklärten Bibeln anzusehen, so sollte man doch billiger Weise erwarten, daß die israelitische Bibelübersetzung eine sehr getreue und ganz eorrecte sein sollte. Man sollte dies um so mehr erwarten, als das Vorwort zu der israelirischen Bibel ausdrücklich eine „dem Texte treue" Uebersetzung ankündigt und die letztere einer„sorgfältigen Revision" unterzogen wurde, den Herren Uebersetzern und Revisoren auch so viele Hilfsmittel und andere Uebersetzungen zu Gebote standen. Wenn wir nun unter den angegebenen Umständen in der oft genannten Bibel Stellen finden, die aber nicht zu den „schwierigen" gehören, „an deren Lösung die Interpreten verzweifeln," dennoch offenbar nicht richtig, nicht wort- und finngetreu übersetzt sind, so werden wir annehmen müssen, daß dieselben absichtlich so falsch übersetzt sind. Es ist ja eine tendentiöse Uebersetzung; sie soll ja dem Missionsbestreben der Christen entgegenrreten, die christlichen Beweisstellen, die als Beweise der christlichen Messtaslehre insbesondere angeführt werden, sollen ja ihrer Beweiskraft beraubt werden. Wenn irgend ein Schristerklärer eine falsche Erklärung giebt, wenn, wie oben erwähnt, selbst Raschi sagt, ich erkläre den 2. Psalm nur darum von David, um den Christen diese

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